Per Bus und Bahn nach Oldenburg

Jusos testen Barrierefreiheit

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Die Jusos machten sich aus Wardenburg, Harpstedt und Bookholzberg in Rollstühlen auf den Weg nach Oldenburg.

Landkreis - Wie barrierefrei ist der öffentliche Raum im Landkreis Oldenburg? Um diese Frage zu klären, setzten sich Mitglieder der Jungsozialisten (Jusos) Oldenburg-Land am Sonnabend in Rollstühle und machten sich mit Bus und Bahn auf den Weg nach Oldenburg.

Aus Harpstedt starteten Daniel Helms und Matthias Kluck, aus Bookholzberg Kimberly Knaupe sowie Marcel Dönike und aus Wardenburg Tim Gronewold, Gerrit Edelmann und Denis Holters. Mit einigen weiteren Sozialdemokraten aus dem Landkreis und der Stadt traf man sich abschließend zu einer kurzen Auswertung in der Oldenburger Fußgängerzone, teilten die Jusos am Montag mit.

„Grundsätzlich kann man festhalten, dass in allen Orten und Gemeinden schon viel unternommen wurde, um den Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe am öffentlichen Leben zu erleichtern“, meinen die Jusos. Allerdings hätten die Teilnehmer erst im Rollstuhl einige Hindernisse richtig wahrnehmen können.

So erschwerten an der Haltestelle in Harpstedt parkende Autos den Zustieg. Ein besonders hilfsbereiter Busfahrer half beim Einsteigen. In Wildeshausen angekommen, war festzustellen, dass in der Innenstadt einige Stellen Probleme bereiten, so die Jusos. „Die Querungsmöglichkeiten über den kleinen Flusslauf an der Westerstraße stellen sich häufig als zu schmal dar.“ Neuere Übergänge, welche teilweise bereits zum Einsatz kommen, würden diesen Zustand jedoch verbessern. Auch sei eine Brücke im Krandel wegen des sehr steilen Anstiegs für Rollstuhlfahrer nicht passierbar.

Bei der Renovierung des Bahnhofs in Bookholzberg sei hingegen sehr auf die Barrierefreiheit geachtet worden. „Größtenteils war auch alles zugänglich. Eine Ausnahme bildete aber der Fahrkartenautomat, der vom Rollstuhl aus leider nicht erreicht werden konnte“, berichtet Dönike, Vorsitzende der Jusos Ganderkesee.

Auch in Wardenburg gab es Schwierigkeiten. „Man konnte nur mit Mühe zur St.-Marienkirche gelangen. Die Tore waren schwer zu öffnen und die beiden Begrenzungen der Schleuse beim Glockenturm stehen sehr eng beieinander, was es schwierig macht auf dem Kopfsteinpflaster hindurch zu kommen“, so Edelmann. Die Jungpolitiker wollen ihre Erfahrungen mit in die politische Arbeit nehmen.

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