Mitglied des Schulelternrats-Vorstandes tritt zurück/Anerkennung für Kollegen

„Entsetzen über Lehrer-Reaktionen“

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wildeshausen - Die Auseinandersetzung zwischen dem Kollegium des Gymnasiums in Wildeshausen und dem Vorstand des Schulelternrates (SER) schlägt hohe Wellen (wir berichteten). Nicht nur, dass Elternvertretungen aus ganz anderen Regionen Deutschlands per Mail ihre Solidarität mit dem SER signalisiert haben – nun ist mit Dagmar Scheuerer ein Mitglied des Vorstandes zurückgetreten. Sie befürchtet Konsequenzen für ihre berufliche Tätigkeit und äußerte in einem Brief an Eltern und Lehrer „Entsetzen“ über die jüngsten Vorkommnisse.

Hintergrund ist der Boykott der Klassenfahrten durch die Lehrer. Während Personalrat Axel Mentzen betont hatte, es gebe an der Schule deshalb keine Unruhe, erklärte der SER, dass das Thema weiterhin heiß diskutiert werde. Das Kollegium des Gymnasiums, unter ihnen auch Schulleiter Ralf Schirakowski, machte kurz darauf in einer Stellungnahme deutlich, dass sich die Kommunikation mit dem Vorstand des SER in Zukunft nur noch auf rein dienstliche Belange erstrecken würde. Der SER gefährde den Schulfrieden und verbreite „Halbwahrheiten“.

Scheuerer hatte sich zu Beginn des Schuljahres aus der aktiven Mitarbeit im Vorstand des SER ausgeklinkt, weil ihr Sohn derzeit im Ausland ist. Sie habe sich aber im Hintergrund weiter über die Geschehnisse informiert, schreibt sie an die Lehrer und Eltern. „In meinem Berufsleben habe ich schon häufig mit Konflikten und Kommunikationsstörungen zwischen verschiedenen Interessensgruppen zu tun gehabt“, erklärt sie. „Einen solchen Vorgang, bei dem ein gewähltes Gremium von einer machtvollen Gruppe öffentlich beschuldigt wird, ohne dass zuvor Klärungsversuche unternommen wurden, habe ich noch nicht erlebt.“

Sie habe große Probleme, die Argumente der Stellungnahme der Lehrerschaft inhaltlich nachzuvollziehen, so Scheuerer. Der SER habe sich kooperativ verhalten, und um sein Entgegenkommen bei der unterschiedlichen Bewertung der schulpolitischen Themen zu zeigen, sich bereit erklärt, eine gemeinschaftliche Position zu erarbeiten und dann zu kommunizieren. Das sei aber wohl nicht auf Gegenliebe gestoßen.

„Ich habe große Anerkennung für meine Vorstandskollegen, die sich weiterhin ehrenamtlich einsetzen und bereits aktiv um eine neutrale Vermittlung in diesem Konflikt bemühen, vor allem im Interesse künftiger Elternarbeit am Gymnasium. Ich wünsche ihnen viel Kraft und Unterstützung durch die Elternschaft“, schließt Scheuerer.

dr

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