Ferienaktionen im Wildeshauser Jugendzentrum: Vom Kochen bis zum Bumerangbau / Kinder sind emsig bei der Sache

„Mit Milch im Mund beißen Zwiebeln nicht“

Unter der Anleitung von Christina Melloh (rechts) und Josephine Seidel bereiten die Kinder mit viel Spaß ein leckeres Menü zu. Am Ende bekommen auch die Handwerker aus der Werkstatt etwas Leckeres ab. -  Fotos: Dejo

WILDESHAUSEN - Mittwochvormittag in der Küche des Wildeshauser Jugendzentrums „Jott-Zett“: Es wird geschnibbelt, geschnitten, gerührt, gebraten und abgeschmeckt. Sechs Mädchen und Jungen haben sich zur Osterferien-Aktion „Das perfekte Dinner“ eingefunden. In der Werkstatt sind dagegen fünf Jungs und zwei Mädchen mit dem Bau von Bumerangs beschäftigt.

Viel Zeit haben die „Hobby-Köche“ nicht, etwas zu erzählen, um 12.15 Uhr soll das Drei-Gänge-Menü auf dem Tisch stehen: Blätterteigschnecken, Nudelauflauf mit Hackfleisch und als Dessert eine Quark-Joghurt-Speise mit Cornflakes und frischem Obst. Überaus zufrieden zeigen sich die Honorarkraft Christina Melloh und Praktikantin Josephine Seidel mit dem Einsatz der Kinder: „Die sind voll dabei. Natürlich müssen alle helfen. Und auch der Abwasch gehört nach dem Essen dazu.“

Für die achtjährige Mariette, die zum ersten Mal dabei ist, ist Kochen nichts Neues: „Ich helfe Mama zu Hause auch manchmal in der Küche, das macht mir eben Spaß.“ Ihre Aufgabe ist es, die Karotten zu schneiden. „Außerdem brate ich das Hackfleisch an. Meine Lieblingsspeise ist allerdings Raclette mit leckerem Fleisch.“

Moritz ist ebenfalls acht Jahre alt und scheint ein kleiner „Fuchs“ zu sein: „Ich muss Zwiebeln und Paprika schälen und schneiden. Dabei nehme ich Wasser oder Milch in den Mund, dann beißen die Zwiebeln nicht so in den Augen“, hat er einen Trick parat: „Den hat mir mein Papa mal verraten.“ Das Kochen mache ihm auch sehr viel Spaß: „Darum habe ich mich für heute angemeldet.“

Einige Türen weiter wird gesägt, geraspelt, gefeilt und geschliffen. Unter der Anleitung von Roni Moklaschi und Praktikant Sefian Suleiman bauen sich die Kinder Bumerangs. „Roni, kannst du mal kommen, das klappt nicht so richtig“, bittet eines der Mädchen um Hilfe. Schon ist er zur Stelle und zeigt ihm genau, wie es mit der Laubsäge umgehen muss.

Justus hofft, dass sein Bumerang dann auch wieder zurückkommt, wenn er ihn geworfen hat: „Die Bumerangs haben die Ureinwohner von Australien vor vielen Jahren entwickelt und für die Jagd benutzt. Wir wollen sie gleich auf der Burgwiese ausprobieren.“ Moklaschi aber bremst ihn aus: „Das dauert noch, ihr müsst sie erst noch richtig mit Raspel und Feile bearbeiten.“

Mit Eifer ist Paulina (11) bei der Sache: „Ich bastle auch zu Hause gerne. Am liebsten male ich aber Tiere, zum Beispiel Dinosaurier, die mag ich sehr. Ich benutze dafür Buntstifte, Wachsmalstifte oder Filzstifte.“

Bereits die dritte Aktion macht der achtjährige Lukas im „Jott.-Zett“ mit: „Sonst bastle ich fast gar nicht, ich spiele aber sehr gerne Fußball.“ Der Bau eines Bumerang habe es ihm jedoch angetan: „Das finde ich stark. Hauptsache er fliegt nachher auch richtig und kommt wieder zurück.“ „Das wird schon. Wichtig ist, dass ihr beim Feilen sauber und genau arbeitet“, macht ihm Moklaschi Mut. „Natürlich bin ich selbst auch gespannt, ob es klappt. Ich habe mir schon mehrere Bumerangs gebaut, die alle sehr gut geflogen und auch zurückgekommen sind.“

Große Freude kommt auf, als plötzlich die Tür aufgeht und ihnen von den „Köchinnen“ ein leckeres Dessert angeboten wird.

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