„Kaufrausch“ in der Gilde-Buchhandlung

„Mit dem Lesen kann ich mein Deutsch noch verbessern“

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Eifrig waren die Mädchen und Jungen bei der Sache, als es galt, die passenden Bücher zu kaufen. Nicht immer fiel die Entscheidung leicht, stets mussten Passagen gelesen werden, um etwas über die Handlung zu erfahren. 

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Wenn in der Öffentlichen Bücherei in Wildeshausen der „Julius Club“ zusammenkommt, dann stehen verschiedene Aktivitäten auf dem Programm. Am Donnerstag durften sich insgesamt zehn Kinder im Alter von elf bis 13 Jahren unter dem Motto „Kaufrausch“ als Einkäufer betätigen.

Gemeinsam mit Sabrina Blekker, stellvertretende Leiterin der Bücherei, waren sie zu Gast bei Peter Gebhardt in seiner Gilde-Buchhandlung. „Jedes der Kinder kann ein Buch auswählen, das dann gekauft und in den Bestand unserer Bücherei eingearbeitet wird“, erzählte Blekker. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Kinder ein gutes Gespür dafür haben, den richtigen Lesestoff auszuwählen: „Ein Highlight ist dann noch, dass sie die Bücher stempeln und signieren dürfen. So weiß später jeder, wem er zu verdanken hat, dass er gerade dieses Buch ausleihen kann.“

Bevor es ans Stöbern ging, rief Buchhändlerin Vanessa Jaschinski die Gäste zu einer kurzen Lesung zusammen.

Gebhardt findet Aktionen dieser Art nach eigener Aussage sehr gut: „Wenn es um die Leseförderung geht, bin ich immer wieder gerne dabei. Es ist überaus wichtig, die Kinder mit der Literatur sowie mit Büchereien und Buchhandlungen zusammenzubringen.“ Dadurch entstünde die erste Verbindung zu Büchern: „Wir alle wissen, wie wichtig das Lesen ist. Das geht schon mit dem Vorlesen der Eltern los, wenn der Grundstein für den Kontakt mit Literatur gelegt wird.“

Eifrig Ausschau nach tollen Büchern hielt auch der elfjährige Tammo: „Ich lese sehr gerne, vor allem Comics und andere lustige Geschichten, darüber kann ich mich immer wieder amüsieren und laut lachen.“ Er leihe sich meistens den Lesestoff in der Bücherei aus: „Einige habe ich aber auch schon hier im Geschäft gekauft.“

Leonie (11) liest auch gerne und relativ viel: „Ich brauche pro Woche mindestens ein Buch, obwohl ich meistens nur am Wochenende lese. Da habe ich mehr Zeit.“ Allerdings hat sie sich nicht auf ein Genre festgelegt: „Mich interessiert eigentlich alles. Ich glaube, dass durch das viele Lesen das Deutsch besser wird und ich auch bessere Diktate schreibe.“

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