Endgültige Entscheidung bis Mitte Juni 

Ministerium: Polizei-Umzug ist wirtschaftlich sinnvoll

Bislang müssen die Polizeibeamten durch die Innenstadt zu Einsätzen fahren. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. In den kommenden vier Wochen fällt die endgültige Entscheidung darüber, ob die Polizei in Wildeshausen an die Daimlerstraße zieht. Die Entscheidung ist jedoch dem Vernehmen nach nur noch eine Formalität, denn auch das Niedersächsische Finanzministerium hat die Wirtschaftlichkeitsberechnung mit positivem Ergebnis abgeschlossen.

„Mir wurde vom Ministerium signalisiert, dass sich das Kaufangebot der Immobilie an der Daimlerstraße als am wirtschaftlich sinnvollsten darstellt“, teilte SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter unserer Zeitung mit. Sie hatte sich für unsere Redaktion beim Finanzministerium erkundigt und erhielt zudem die Auskunft, dass in der ersten Junihälfte mit einer verbindlichen Mitteilung zu rechnen ist.

Zurzeit liegt der Vertrag noch beim Landesliegenschaftsfonds in Hannover. Dort werden die Vertragsmodalitäten abschließend bearbeitet. Zuvor hatte sich das Innenministerium bereits für den Umzug der Polizei von der Herrlichkeit ins Gewerbegebiet ausgesprochen. Danach wurde die Angelegenheit an das Finanzministerium weitergereicht, dass ebenfalls Wirtschaftlichkeits- berechnungen durchgeführt hat.

Damit kommt eine Diskussion zum Ende, die über ein Jahrzehnt gedauert hat. Der auf vier Gebäude aufgeteilte Standort an der Herrlichkeit in Wildeshausen ist wenig für die Polizei geeignet. Einerseits sind die Immobilien mit einer Nutzfläche von 1 300 Quadratmetern in keinem guten Zustand, was Raumaufteilung und Energieeffizienz betrifft. Andererseits müssen Streifenwagen im Einsatz mit Blaulicht durch die verkehrsberuhigte Innenstadt fahren, was nicht nur die Unfallgefahr erhöht, sondern auch dazu führt, dass man nicht immer so schnell wie gewünscht zum Tat- oder Unfallort kommt.

Die anvisierte Immobilie im Gewerbegebiet gehört der Müller GmbH. Das Gebäude mit 1 800 Quadratmetern Fläche wurde im Jahr 2002 speziell für die Firma „Ortec Logiplan“ errichtet und drei Jahre später erweitert. Der Erwerb der Liegenschaft dürfte etwa ein Drittel des Preises erfordern, der für einen Neubau aufzuwenden wäre. Allerdings muss das Gebäude noch für polizeiliche Belange umgebaut werden. Dazu gehören ein neuer Eingangs- und Wachebereich sowie ein Zellentrakt, der naturgemäß in einem normalen Gebäude nicht vorgesehen ist.

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