Peter Petersen und Thomas Schwoll erinnern an das traditionelle Gildefest

Miniatur-Feuerwerk auf der Burgwiese

Ein kleines Feuerwerk auf der Burgwiese: Peter Petersen (l.) und Thomas Schwoll entzündeten Bengalos.
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Ein kleines Feuerwerk auf der Burgwiese: Peter Petersen (l.) und Thomas Schwoll entzündeten Bengalos.

Wildeshausen – Pfingsten 2021: Dort, wo sonntags in Wildeshausen mehrere Tausend Menschen am Abend den Auftakt des Gildefestes mit Großem Zapfenstreich und Höhenfeuerwerk erleben, war es in diesem Jahr menschenleer. Nein, nicht ganz: Die beiden Musiker des Spielmannszuges, Thomas Schwoll und Peter Petersen, wollten zumindest das Feuerwerk nicht komplett ausfallen lassen und zündeten zwei Bengalos.

Für rund 40 Sekunden leuchtete die Burgwiese in Richtung der Konzertmuschel in den Farben blau, orange, rot und grün. Dann war es wieder dunkel, und die Musiker verabschiedeten sich in Richtung Innenstadt.

Bereits seit Himmelfahrt wandern Schwoll und Petersen auf den Spuren des Gildefestes, das auch in diesem Jahr wegen der Pandemie ausfallen muss.

Vor der Tür des Bürgermeisters: Thomas Schwoll (l.) und Peter Petersen hinterließen einen Brief.

Pünktlich um 6 Uhr am Sonntagmorgen hissten sie in guter Tradition die Fahne und fuhren mit dem Auto sowie Marschmusik zum Weckruf durch die Wildeshauser Innenstadt. Bürgermeister Jens Kuraschinski hinterließen die beiden in diesem Jahr eine schriftliche Nachricht an der Haustür: „Sehr geehrter Herr General, Bürgermeister, König oder Kaiser, wir sind zwei Musiker aus dem Ausland, genauer gesagt vom Stützpunkt Lummerland-Ost. Uns wurde mitgeteilt, dass Sie hier sonntags in der Frühe ein Ständchen von vielen, in bunt gekleideten Spitzenmusikern erwartet.“ Diesmal blieb es in Bargloy allerdings ruhig. Lediglich die Vögel sangen ihre Lieder.

Zur Stärkung ging es für die beiden Musiker danach in den Garten von Petersen. In den vergangenen Jahren hatten sich dort die Wachetrommler sowie die Beat und Brassband Wildeshausen zum Bockwurstessen eingefunden. Diesmal herrschte gähnende Leere.

Am Nachmittag auf die Burgwiese

Nach einem Grillen am Nachmittag ging es für die beiden Musiker zur Burgwiese. „Hier treffen wir normalerweise Zuschauer, die extra aus Belgien und aus Florida anreisen“, erzählte Schwoll. Dabei war ihm und Petersen anzumerken, wie sehr sie sich darauf freuen, im nächsten Jahr wieder normal feiern zu können – wenn es die Lage zulässt.

„Ich bin seit 25 Jahren im Spielmannszug Wildeshausen“, blickte Schwoll zurück und ergänzte: „Über die Jahre sind rund 730 Auftritte zusammengekommen.“

Für Schwoll ist der Zapfenstreich der Höhepunkt im Gildejahr. „So wie bei uns gibt es das in Deutschland nur noch sehr selten. Wir haben da schon etwas Besonderes“, findet er.

Das Duo plant die nächsten Tage weitere Aktionen, die an die traditionellen Abläufe des Gildefestes erinnern sollen. Am Pfingstdienstag wird es vormittags nach Auskunft von Schwoll und Petersen einen Umzug auf der Herrlichkeit geben, der größer ausfallen wird, als zu Beginn geplant. „Wir haben schon unsere Pappkameraden zusammen“, kündigte Schwoll an.

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