Erneut Kundgebung in Wildeshausen geplant

„Minderheit verbreitet Unwahrheiten“

Kundgebung am Montag: Auch am 13. Dezember soll es eine Protestveranstaltung geben.
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Kundgebung am Montag: Auch am 13. Dezember soll es eine Protestveranstaltung geben.

Wildeshausen – Weil auch für den nächsten Montag, 13. Dezember, in Internetforen und bei Messengerdiensten zu einem „Abendspaziergang“ als Protest gegen die Corona-Maßnahme in Wildeshausen aufgerufen wird, planen Grüne, Linke und das Bündnis „MiCou“ (Mit Courage gegen Rechts) erneut am Montag ab 18 Uhr eine Kundgebung auf dem Wildeshauser Marktplatz.

Die Veranstaltung steht ebenso wie die am vergangenen Montag unter dem Motto „Nachdenken statt Querdenken“. Im Verlauf der Kundgebung soll es laut Veranstalter einige kurze Redebeiträge geben. Klaus Schultze (Bündnis 90/Die Grünen) mahnt: „Die Corona-Pandemie hat auch bei uns im Landkreis schon zu viele Todesopfer gefordert und viele sehr krank gemacht. Wir dürfen nicht noch einmal in die Situation kommen, dass unser Krankenhaus sich wegen zu vieler Covid-Fälle aus der Notfallversorgung abmelden muss.“

Detlev Hesse vom Bündnis „MiCou“ appelliert: „Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass eine Minderheit Unwahrheiten verbreitet und von rechts unterwandert die Gesellschaft spaltet. Die große Mehrheit muss Zeichen setzen und deutlich machen: Diese Pandemie muss solidarisch bekämpft werden und jede und jeder trägt dafür Verantwortung.“

Kreszentia Flauger (Linke) wünscht sich einen gut gefüllten Platz: „Lassen Sie uns gegen die rechtsdurchsetzte Querdenkerbewegung ein starkes, friedliches und solidarisches Zeichen der Vernunft in der Pandemie setzen.“

Erste Kundgebung war am 6. Dezember in Wildeshausen

Am 29. November waren – wie berichtet – rund 80 Menschen mit Kerzen durch Wildeshausen gezogen. Die Versammlung war nicht angemeldet gewesen und sollte dem Protest gegen die verschärften Corona-Regeln dienen. Im Verlauf des „Abendspazierganges“ war es zu Scharmützeln mit Gegnern gekommen, bei dem einer antifaschistischen Gruppe eine Fahne entrissen wurde. Zudem soll es Handgreiflichkeiten gegen Mitglieder der Gruppe gegeben haben.

Am vergangenen Montag, 6. Dezember, hatten sich rund 80 Menschen zu einer angemeldeten Kundgebung gegen die Querdenker-Bewegung versammelt. 20 bis 30 Personen, die an einem nicht genehmigten „Abendspaziergang“ teilnehmen wollten, mussten kurzzeitig auf den Stellmacherplatz ausweichen. Dort löste sich die Versammlung aber schnell auf.

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