Erneuerungsmaßnahme bei „Zukunft Stadtgrün“ an gemeldet

Millionenprojekt soll Wall und Herrlichkeit aufwerten

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In einem Jahr soll die Polizei aus den Gebäuden an der Herrlichkeit ausgezogen sein. Die Nachnutzung ist unklar.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Stadt Wildeshausen möchte in den kommenden acht Jahren rund neun Millionen Euro in die Entwicklung der Wallanlagen, der Herrlichkeit sowie des Urgeschichtlichen Zentrums investieren. Das aber nur, wenn die Maßnahmen in das Programm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen werden. Dann bezuschussen Land und Bund die Projekte mit zwei Dritteln der Kosten – also etwa sechs Millionen Euro.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus und Kultur gab am Donnerstagabend grünes Licht für die Anmeldung der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen im Städteförderprogramm des Landes.

„Seit einem Jahr laufen hier die Arbeiten am Konzept Wildeshausen 2030“, erläuterte Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge den Politikern. „Es hat sich in diesem Zusammenhang schnell gezeigt, dass das Huntetor und der Bereich entlang der Hunte für die touristische Erschließung in Wildeshausen absolute Priorität haben.“ Mit dem Antrag bei „Zukunft Stadtgrün“ könne man darauf hoffen, Städtebaufördermittel in erheblichem Umfang zu bekommen.

Das jetzt vorliegende Konzept gliedert sich nach Aussage von Karen Strack, Geografin bei „re.urban“ in Oldenburg, in mehrere Bereiche. „Zunächst zeigen wir die Missstände auf, dann gibt es ein Konzept, wie sie behoben werden sollen sowie eine Kosten- und Finanzierungsübersicht.“ Die konkrete Ausgestaltung sei dann später erforderlich. Der Antrag müsse bis zum 1. Juni vorliegen, im Frühjahr 2019 falle die Entscheidung, ob eine Förderung möglich ist.

In der Kosten- und Finanzierungsübersicht der Stadt finden sich auch Baumaßnahmen wie die Modernisierung und Nachnutzung des ehemaligen Feuerwehrhauses sowie der Gebäude an der Herrlichkeit, aus denen die Polizei ausziehen wird. „Sogar der Ankauf von Immobilien wäre förderfähig“, erklärte Strack mit Blick auf 3,4 Millionen Euro, die für Feuerwehrhaus und Polizeigebäude eingestellt sind. Voraussetzung sei aber eine Nutzung ohne Gewinnerzielung.

Während sich Kreszentia Flauger (Linke), Rainer Kolloge (UWG), Klaus Schultze (Grüne) sowie Gudrun Brockmeyer (CDW) ganz eindeutig dafür aussprachen, die Anmeldung auf den Weg zu bringen, merkte Jens-Peter Hennken (CDU) an, dass die Stadt damit den Haushalt massiv belastet, weil zunächst alle Kosten eingeplant werden müssten, ohne dass Einnahmen dagegen stünden.

Kolloge hingegen erklärte, dass sich in dem Konzept einige Projekte befinden, die „wir sowieso in Angriff nehmen müssen. Wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir da nicht Fremdmittel in Anspruch nehmen“, sagte er. Flauger ergänzte: „Mir ist es lieber, Gewerbesteuern aus dem Tourismus zu bekommen als von Schlachtbetrieben.“ Über die konkreten Planungen für Wallanlagen, Herrlichkeit und ein Urgeschichtliches Zentrum, die im Entwicklungskonzept genannt werden, berichten wir in einer der kommenden Ausgaben detaillierter.

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