Landkreis möchte acht Unterrichts- und sechs Gruppenräume bauen

3,5 Millionen Euro für Anbau mit Mensa am Gymnasium?

Auf dieser Fläche neben dem Musiktrakt des Gymnasiums könnte der zweigeschossige Neubau entstehen. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Das Gymnasium in Wildeshausen benötigt dringend neue Räume und eine Mensa. Nun ist der Bau eines Erweiterungsgebäudes zwischen Sporthalle und Musiktrakt geplant. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro einschließlich sämtlicher Ausstattung. Auftraggeber wäre der Landkreis Oldenburg – wenn die Politik zustimmt.

Zum Hintergrund: Die Schule verfügt nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit über 38 Unterrichtsräume, zehn naturwissenschaftliche Räume, drei Kunst-, zwei Musik- sowie zwei EDV-Bereiche. Nach den aktuellen Zahlen ergibt sich für das Gymnasium ein maximaler Bedarf für die Sekundarstufe I plus elften Jahrgang von 44 allgemeinen Unterrichtsräumen im Schuljahr 2018/19, der auch erfüllt werden soll.

Bereits in der Mai-Sitzung des Schul- und Kulturausschusses war erläutert worden, dass der Bedarf des Gymnasiums am besten durch einen Neubau gedeckt werden kann. Offenbar sind die Gespräche mit der Schule über den Bedarf nun weitgehend abgeschlossen.

Die derzeitigen Planungen, die für die Sitzung am 19. September vorliegen, sehen einen zweigeschossigen Bau unter Einbeziehung einer Mensa im Erdgeschoss vor, der über insgesamt acht allgemeine Unterrichts- sowie sechs Gruppenräume verfügen soll.

In der Sitzungsvorlage wird darauf verwiesen, dass die Investitionssumme angesichts von insgesamt  1 635 Quadratmetern Fläche im Vergleich zu vorigen Schulbaumaßnahmen sehr hoch erscheint. Durch die Einbeziehung der Mensa müsse man das Gebäude jedoch differenziert betrachten. Es sei nicht zu vergleichen mit dem Bau von ausschließlich Unterrichtsräumen.

Eine Beibehaltung der Mittagsversorgung im Hauptgebäude sei zwar durch das Schul- und Hochbauamt auch geprüft worden. Das habe man aber aus brandschutztechnischen und hygienischen Anforderungen wieder verwerfen müssen. „Zudem wäre am jetzigen Ort der Mittagsversorgung eine Ausweitung der Kapazitäten nicht mehr möglich gewesen“, heißt es in der Vorlage.

Die Baumaßnahme soll zum Sommer 2020 rechtzeitig zum Schulbeginn fertiggestellt werden. Dafür müssten die Arbeiten aber auf jeden Fall im kommenden Frühjahr beginnen. Bereits im aktuellen Haushaltsjahr stehen erste Mittel für die Fachplaner zur Verfügung. 280 000 Euro sind eingeplant. In 2018 müssten 800 000 Euro und 2019 zwei Millionen Euro eingestellt werden. In 2020 ist ein abschließender Ansatz von 420 000 Euro vorgesehen.

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