Möbel-Sonderpostenmarkt am Westring

„Mietverlust von einer Million Euro“

Die Mitverträge sind unterschrieben: Schon bald sollen sich die Türen für einen Möbel-Sonderpostenmarkt öffnen. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es tut sich was am Westring in Wildeshausen, die Handwerker haben im ehemaligen „Baudi“-Markt Einzug gehalten. Dem Eigentümer, der Familie Cordugas ist es nach Jahren der Suche gelungen, einen geeigneten Mieter zu finden.

„Wir halten damit die Nutzungsvorgaben des Bebauungsplanes 50 ein, die uns seit nunmehr acht Jahren auferlegt werden“, betonte Peter Cordugas auf Nachfrage. Jetzt sei ein langfristiger Mietvertrag mit einem Möbel-Sonderpostenmarkt abgeschlossen worden: „Das Unternehmen nutzt das komplette Gebäude mit seinen 3.500 Quadratmetern sowie die Freifläche.“

Die Familie Cordugas macht keinen Hehl daraus, dass sie auf die Stadt derzeit nicht gut zu sprechen ist: „Mehrfach wurde uns gesagt, dass der B-Plan geändert werden soll, dass sich etwas tun wird. Aber nichts ist bisher geschehehen, wie wurden jahrelang hingehalten, haben praktisch in der Luft gehangen. Ich könnte Bücher darüber schreiben, was alles unternommen wurde.“ Mittlerweile sei ein Mietverlust von rund einer Million Euro entstanden: „Ich bin der Meinung, dass wir über Schadensersatz nachdenken sollten, weil diese große Summe verloren gegangen ist.“

Fest stehe für die Familie, dass sie jetzt die weitere Entwicklung am Westring mit Argusaugen verfolgen werde. „Es ist doch nicht zu verstehen, dass nun mal eben ein Biomarkt genehmigt wird, obwohl uns über Jahre dicke Steine in den Weg gelegt wurden“, so Cordugas. Er sei gepannt, was noch kommt.

Für den ehemaligen „Baudi“-Markt, der mittlerweile seit vier Jahren aus Wildeshausen weg ist, hatte der Eigentümer vor einiger Zeit bereits einen Mieter. „Der ,Action‘-Sonderpostenmarkt wollte einen Teil des Objektes nutzen. Aber auch das wurde uns seitens der Stadt untersagt, sodass wir nun froh sind, einen Mieter gefunden zu haben“, betonte Cordugas. Immer wieder sei er von Bürgern angesprochen worden, warum das Gebäude noch immer leer stehe: „Denen konnte ich dann nur sagen, dass uns die Stadt am langen Arm verhungern lässt.“

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