So würden bekannte Köpfe der Wildeshauser CDU wählen

Merz, Laschet, Röttgen – wer soll´s sein?

Friedrich Merz
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Friedrich Merz

Wildeshausen – Am kommenden Wochenende entscheidet sich, wer neuer Vorsitzender der Bundes-CDU wird: Friedrich Merz, Armin Laschet oder Norbert Röttgen. Das Ergebnis scheint zum jetzigen Zeitpunkt offen zu sein. Und auch bei der Parteibasis in Wildeshausen gibt es verschiedene Favoriten aus dem Kandidatentrio. Wir haben mit mehreren bekannten Christdemokraten in der Kreisstadt gesprochen.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Sasse würde Merz wählen. „Gerade jetzt wird ein Mann der Wirtschaft gefordert sein“, sagt Sasse. Die Welt werde sich verändern und nicht wieder so sein wie vor der Pandemie. „Bei der Neuordnung nach Corona wird Deutschland eine starke Wirtschaft brauchen.“ Für den Stadtverbandsvorsitzenden steht auch fest, dass „die Zeit der guten Taten vorbei ist“. Die Sozialleistungen würden künftig nicht weiter ausgebaut werden. Vielleicht komme es sogar zu Steuererhöhungen.

Uwe Leinemann, ebenfalls langjähriger Vorsitzender der Wildeshauser CDU, ist hingegen von Merz enttäuscht, den er eigentlich als Favoriten eingestuft hatte. „Ich bin überrascht, wie schlecht er sich zuletzt geschlagen hat“, nimmt Leinemann Bezug auf eine Fernsehdebatte auf Arte mit allen drei Kandidaten. „Ich könnte mir deswegen vorstellen, Röttgen zu wählen“, meint der Wildeshauser. Der Außenpolitiker sei breiter aufgestellt als Merz, was auch mehr dem Profil der CDU entspreche. Aber ganz sicher ist Leinemann sich nicht.

Manfred Rollié, einziger Ehrenbürger der Stadt Wildeshausen und ebenfalls lange Jahre in der CDU engagiert, tut sich mit einer Entscheidung ebenfalls unheimlich schwer. „Ich wüsste nicht, für wen ich stimmen sollte. Hätte man mich vor einiger Zeit gefragt, hätte ich Merz gesagt.“ Vor 20 Jahren habe dieser eine Rede in Oldenburg gehalten. „Da tobte der Saal. Damals stand Merz noch voll im Saft.“

Inzwischen neige er in Richtung Laschet, sagt Rollié. „Das ist aber rein gefühlsmäßig“, schränkt er gleich ein. Jeder aus dem Trio könne das Kanzleramt gut ausfüllen, ist sich der Altbürgermeister sicher. „Aber die drei spielen auf verschiedenen Klavieren. Es kommt darauf an, was in der Zukunft gefragt ist.“

Anders als die drei Männer hat Astrid Grotelüschen bei der Abstimmung tatsächlich eine Wahl. Die Bundestagsabgeordnete ist eine der 1 001 Delegierten, die den neuen Vorsitzenden digital wählen. Im Vorfeld wollte sich die Ahlhornerin jedoch nicht festlegen, denn noch bis heute können sich die CDU-Mitglieder im Landkreis Oldenburg melden und ihren Wunschkandidaten nennen. „Dieses Verfahren hat sich bewährt und ergab bei der bisher letzten Vorsitzenden-wahl eine Mehrheit mit über 70 Prozent für Merz. Ich bin gespannt, wie das Ergebnis dieses Mal ausfällt.“

Von Ove Bornholt

Norbert Röttgen

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