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Menschenkette der Solidarität

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Von: Dierk Rohdenburg

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Einen Kreis der Solidarität bildeten rund 80 Menschen auf dem Wildeshauser Marktplatz.
Einen Kreis der Solidarität bildeten rund 80 Menschen auf dem Wildeshauser Marktplatz. © Rohdenburg

Wildeshausen – Einen großen Kreis der Solidarität bildeten am Montagabend rund 80 Menschen zehn Minuten lang auf dem Wildeshauser Marktplatz. Es handelte sich um die Fortsetzung der Kundgebungen unter dem Titel „Nachdenken statt Querdenken – kein Platz für Querdenken und rechte Hetze!“

Weil seit einigen Wochen in Chatgruppen zu „Abendspaziergängen“ gegen die Corona-Maßnahmen in die Wittekindstadt eingeladen wird, hat sich ein breites Bündnis aus der Gruppe „Mit Courage gegen Rechts“ (Micou), den Jusos, der Linkspartei, den Grünen und der SPD zusammengefunden, um für solidarisches Verhalten in der Corona-Pandemie zu werben.

„Wir wollen ein weiteres Zeichen für unseren Zusammenhalt setzen. Deshalb diese Menschenkette“, hieß es am Montagabend begleitet von kurzen Redebeiträgen. Am Rande der Veranstaltung befanden sich etwa 20 Personen, die keine Maske tragen wollten und teilweise dazwischen riefen. Immerhin war es für eine Minute lang totenstill auf dem Marktplatz, als den Opfern der Corona-Pandemie gedacht wurde.

Kreszentia Flauger kritisiert die Denkmuster der Corona-Leugner

Kreszentia Flauger von den Linken kritisierte das Verhalten sogenannter Querdenker, die sich beklagten, dass ihnen Rechte genommen würden, die ihnen gesetzlich zustünden. „Gleichzeitig aber pfeifen sie auf das Gesetz. Sie machen unangemeldete und damit illegale Kundgebungen. Sie weigern sich feige, eine Versammlungsleitung zu benennen. Sie weigern sich, Masken zu tragen und lügen die Polizei an, dass sie ja einfach nur einkaufen gehen.“

Flauger kritisierte weiter, dass die Gegner von Corona-Maßnahmen von einer „Coronadiktatur“ sprechen. „Diese Leute sollten besser froh sein, dass die Polizei bei ihren illegalen Demos nur Auflagen einfordert und gegebenenfalls mal ein Bußgeld verhängt. Bei so mancher Demo von linker Seite sind da schon Wasserwerfer mitten in die Menge gerichtet worden, oder die Leute durften gar nicht erst loslaufen.“ In einer Diktatur, so Flauger, wären große Teile der Querdenker längst ohne Rechtsgrundlage im Gefängnis oder sonst wie verschwunden. Die Ratsfrau gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass Menschen ihre Meinung ändern. „Sie können sich entscheiden, sich impfen zu lassen, sich als solidarisches Mitglied der Gesellschaft zu verhalten, zurückzufinden zum notwendigen Minimalkonsens von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, gegenseitiger Rücksichtnahme und Verantwortung.“

Mehr als 50 Personen demonstrierten am Montagabend in Ahlhorn für Solidarität mit Corona-Opfern.
55 Personen demonstrierten am Montagabend in Ahlhorn für Solidarität mit Corona-Opfern. © Franitza

Zeitgleich demonstrierten mehr als 55 Personen in Ahlhorn für Mitdenken sowie Solidarität mit Corona-Opfern. Die Polizei gestattete den Teilnehmern des angemeldeten und friedlich verlaufenden Protests rund 800 Meter auf der Straße zu gehen, um dann wieder umzukehren.

In Hude trafen sich ab 18 Uhr 15 Personen zu einer angemeldeten Versammlung, um gegen die geltenden Corona-Regelungen zu demonstrieren. Ihnen standen 40 Bürger gegenüber, die Solidarität mit den Corona-Maßnahmen einforderten. Darüber hinaus versammelten sich laut Polizei in Ganderkesee kurzzeitig 20 Personen, die sich im weiteren Verlauf in Kleinstgruppen im Bereich des Ortskerns aufteilten. Diese Personen gaben die Motivation ihres Zusammentreffens nicht bekannt. Im Rahmen der unangemeldeten Versammlung in Hude wurde ein Verstoß gegen die Maskentragepflicht festgestellt und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

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