Bis zu 100 Menschen könnten auf das Gelände/Haus endlich an Stadt vermietet

Himmelsthür bietet Plätze für Flüchtlinge an

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An der Heilstättenstraße soll Platz für bis zu 16 Flüchtlinge geschaffen werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen hat angeboten, bis zu 100 Flüchtlinge in einem der Gebäude auf dem Gelände an der Dr.-Klingenberg-Straße unterzubringen. „Die Notunterkünfte sind aber nicht auf Dauer, also für Jahre, nutzbar“, so Pressesprecherin Ute Quednow. „Und es wäre recht beengt.“

Großartiger Komfort ist aber in der derzeitigen Lage ohnehin nicht das maßgebliche Ziel. Vielmehr geht es darum, nicht nur die Flüchtlinge in Wildeshausen unterzubringen, die im Rahmen der Amtshilfe für das Niedersächsische Innenministerium für mindestens vier Wochen aufgenommen werden (bislang 400), sondern auch diejenigen, die im Rahmen der „normalen“ Quote zugewiesen werden (bislang 150).

Auf dem Gelände der Himmelsthür stehen Gebäude frei, weil die Behinderten im Rahmen des Konversionsprozesses in dezentrale Wohngemeinschaften und -gruppen umziehen. Unter anderem wurde das Geschoss über den Räumen der Wildeshauser Tafel auf eine Verwendungsmöglichkeit geprüft. „Es gibt aber noch keine Entscheidung, wo genau Flüchtlinge einquartiert werden können“, sagt Quednow. „Das wird geklärt, wenn sich der Landkreis meldet.“

Zu weiteren Plänen konnte der Leiter des Krisenstabes, Christian Wolf, noch nicht Stellung beziehen. Sozialdezernent Bodo Bode macht aber klar, dass es bisher noch keine Aktivierung gegeben hat. „Wir brauchen eigentlich einen Notaufnahmestandort, der größer ist“, sagt er. Er halte es zudem für wenig günstig, wenn Flüchtlinge auf dem Gelände der Behinderteneinrichtung untergebracht werden. Besser sei es da, das Fertighausprogramm in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft weiter zu forcieren und Häuser woanders aufzustellen.

Vertraglich geklärt ist jetzt immerhin, dass die Stadt Wildeshausen ein Haus der Diakonie Himmelsthür an der Heilstättenstraße mietet. Beide Seiten haben zum 1. Oktober unterschrieben, nachdem fast ein Jahr verhandelt werden musste. „Wir stellen gerade die Räume her und schaffen Mobilar an“, so Stadt-Pressesprecher Sebastian Pundsack. Noch sei aber nicht klar, wer wann einziehen werde.

In dem Haus können bis zu 16 Personen untergebracht werden. Die Stadtverwaltung hatte betont, man wolle nach Möglichkeit zwei Familien in den Räumen unterbringen. Weil Anwohner gefürchtet hatten, es könnten dort unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einquartiert werden, hatte es massive Proteste gegeben.

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