3,5 Millionen Euro teures Gebäude

Mensa-Plan mundet der Politik

So soll das neue Gebäude von Osten, also vom Schulhof, aussehen. Die breite Fensterfront der Mensa im Erdgeschoss soll einen guten Blick auf das Schulgelände ermöglichen.

Oberlethe/Wildeshausen - Die neue Mensa für das Gymnasium Wildeshausen hat am Dienstagabend eine wichtige Hürde genommen: Der Schul- und Kulturausschuss des Landkreises Oldenburg votierte einstimmig für die 3,5 Millionen Euro teure Investition in der Kreisstadt.

Damit sei ein Weg aus der Illegalität gefunden, so Kreistagsmitglied Wolfgang Däubler (UWG). Der Wildeshauser Politiker führte während der Ausschusssitzung in Oberlethe aus, dass „die Schüler derzeit beim Essen im Prinzip auf den Gängen sitzen“. Das sei eigentlich illegal, auch mit Blick auf den Brandschutz. Aber mit dem „hervorragenden Konzept einer qualitativ hochwertigen Erweiterung“ (O-Ton Däubler) könnte bald Abhilfe geschaffen werden. 

Denn die Bauarbeiten sollen vorbehaltlich einer Zustimmung des nicht-öffentlich tagenden Kreisausschusses bereits im kommenden Frühjahr beginnen und im Sommer 2020 beendet sein. Allerdings ist bei einer so breiten Mehrheit, wie sie sich am Dienstagabend zeigte, kein Widerstand mehr zu erwarten.

Weitere Unterrichtsräume geplant

Wie berichtet, plant die Verwaltung nicht nur eine Mensa mit 150 Sitzplätzen, sondern auch acht allgemeine Unterrichts- und sechs Gruppenräume in einem zweistöckigen Gebäude mit insgesamt 1 635 Quadratmetern. Die barrierefreie Erweiterung soll zwischen der Turnhalle und dem Musiktrakt des Gymnasiums errichtet werden und sich vom Stil nahtlos eingliedern. So sind ähnliche Farben und Fensterfronten geplant. Es ist vorgesehen, dass die Mensa auch außerhalb der Schulzeiten als Veranstaltungsraum genutzt werden kann, da sie einen separaten Eingang hat.

Durch den Neubau komme das Gymnasium dem Ziel eines zentralen Schulcampus, altmodische Leute würden Schulhof sagen, näher, führte Architektin Christiane Grüter vom Landkreis aus. „Jetzt handelt es sich mehr um eine Straße, die über das Schulgelände führt“, beschrieb sie die aktuelle Situation, die sich dadurch auszeichnet, dass eine Seite des Areals keine geschlossene Bebauung aufweist.

Optimistischer Weg in die Zukunft

Rektor Ralf Schirakowski begrüßte die Pläne, die in enger Abstimmung mit dem Gymnasium entstanden waren: „Das sind strukturelle Voraussetzungen, die uns optimistisch in die Zukunft schauen lassen.“

Hannelore Hunter-Rossmann von der SPD hob die Notwendigkeit der Baumaßnahme hervor, da die „Jugendlichen fast den ganzen Tag in der Schule verbringen“.

Auch Kreistagsmitglied Hilko Finke (Grüne) war begeistert: „Dieses Projekt dürfen wir uns nicht entgehen lassen.“ Der Politik mundet die neue Mensa also.

bor

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