Informationstag am Beruflichen Gymnasium Wildeshausen

„Mehrwert für den Landkreis Oldenburg“

Bemühen sich um die Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Wildeshausen: die Vertreter der regionalen Firmen, zusammen mit ihren Auszubildenden und Lehrern der Schule.  J Foto: Franitza

Wildeshausen - Der vertraute Umgangston deutet es schon an: Schule und Firmen kennen sich seit geraumer Zeit. Am Donnerstag haben sich zehn Unternehmen aus der Region im Rahmen eines Informationstages am Beruflichen Gymnasium in Wildeshausen vorgestellt. Die 270 Schüler der Jahrgänge elf bis 13 hatten sich drei Betriebe aus der Liste ausgesucht und dann an den rund einstündigen Präsentationen teilgenommen.

Nicht wenige der Repräsentanten der Unternehmen (darunter Hoffrogge aus Wildeshausen, Agrarfrost, die Volksbank Wildeshauser Geest oder die Landesbank zu Oldenburg) waren ihrerseits Absolventen der Schule, berichtet Ralf Röhl, Bereichsleiter Berufliches Gymnasium Wirtschaft. Doch nicht nur das: „Die Firmen kommen jedes Jahr wieder zurück zu uns und halten über Jahre die Bindung zu den Schülern.“ Die zehn Plätze, die das Gymnasium den Unternehmen zur Verfügung stellt, sind begehrt und entsprechend schnell ausgebucht, weiß er. Wer in Wildeshausen seine schulische Ausbildung abschließt, ist sich Röhl sicher, hat später gute Karten. Qualität sei bei den Betrieben gefragt, da könnten die hiesigen Schüler sehr gut mithalten: „Sie sind prädestiniert für eine Ausbildung“, sagt der Lehrer, „sie bringen bereits viele Kompetenzen und Fähigkeiten mit.“ Bildungseinrichtung und Wirtschaft verstehen sich als Partner, beschreibt Röhl das Verhältnis. Und das bilde letztlich einen Mehrwert für den ganzen Landkreis: Die Firmen gewinnen qualifizierte Mitarbeiter, und diese müssen für hochwertige Jobs nicht die Region verlassen.

Die zentrale Frage sei immer wieder die nach dem dualen Studium, berichtet Melanie Pohlig-Thomsen, Referentin für Personalentwicklung und Ausbildung bei der PHW-Gruppe. Zu deren bekanntesten Tochterfirmen zählt das Unternehmen Wiesenhof.

„Das ist eigentlich schade“, kommentiert sie. Denn die Vorstellung, durch ein duales Studium gleich zwei bis drei Stufen auf der Karriereleiter höher zu überspringen, entspreche nicht der Wirklichkeit. „Wir haben Geschäftsführer, die mit einer Ausbildung bei uns angefangen“, sagt die Personalerin. Denn auch diese Gelegenheit bietet PHW ihren Auszubildenden: Die Möglichkeit, erst nach Abschluss der Ausbildung noch ein Studium anzufangen. Die Bedingungen bei PHW lobt Johanna Coorßen aus Großenkneten, die sich dort zur Groß- und Außenhandelskauffrau ausbilden lässt. Ihr gefällt, dass sie schon jetzt eigenverantwortlich arbeiten darf. Und der gemeinsame Rundgang über den Stoppelmarkt, gemeinsam mit allen Azubis, sei so „wie Weihnachten“, berichtet sie den Schülern.  

 fra

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Heide Park Soltau nach Corona-Zwangspause wieder geöffnet

Heide Park Soltau nach Corona-Zwangspause wieder geöffnet

Biathlon: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Biathlon: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Fotos: Feuer bei Taxi-Firma - Mehrere Autos brennen

Fotos: Feuer bei Taxi-Firma - Mehrere Autos brennen

Den richtigen Sessel finden

Den richtigen Sessel finden

Meistgelesene Artikel

Neue Mensa ist bald fertig

Neue Mensa ist bald fertig

Frauenhaus derzeit voll belegt

Frauenhaus derzeit voll belegt

Gnadenfrist für Spielhallen

Gnadenfrist für Spielhallen

DRK sagt weitere Fahrten ab

DRK sagt weitere Fahrten ab

Kommentare