Mehrkosten sollen über den Nachtragshaushalt zur Verfügung gestellt werden

UWG beantragt mehr Schulsozialarbeiterstellen

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An der Wallschule besteht Bedarf für eine weitere volle Schulsozialarbeiterstelle.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die UWG im Rat der Stadt Wildeshausen fordert eine deutliche und schnellstmögliche Aufstockung der Sozialarbeiterstellen und Dolmetscherstunden an den Schulen in der Trägerschaft der Stadt. Die Mehrkosten sollten im Rahmen eines Nachtragshaushaltes zur Verfügung gestellt werden.

Dies geht aus einem Antrag hervor, den der Vorsitzende des Schulausschusses, Hermann Hitz, an die Stadtverwaltung geschickt hat, der allerdings erst nach der Sommerpause beraten werden kann.

In den Sachstandsberichten der Schulen für die vergangenen Fachausschusssitzung sei deutlich geworden, dass vor allem aufgrund zunehmender Schülerzahlen von Flüchtlingen und Migranten die Schulsozialarbeit und Integrationsbegleitung ausgebaut werden müsste, so Hitz. „Zum Teil ist der Mangel auch darin begründet, dass eine Finanzierung aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket zum Ende des vergangenen Jahres ausgelaufen ist und diese Stellen nicht weitergeführt worden sind.“

Hitz betont, dass Schulsozialarbeit und Sprache wesentliche Voraussetzung seien, Bildungsprozesse in Gang zu setzen und zu fördern, damit die Integration der betroffenen Schüler und ihrer Familien gelingen könne. „Es handelt sich auch um Präventionsarbeit zur Vermeidung späterer Arbeits- und Perspektivlosigkeit dieser Bevölkerungsgruppen aufgrund mangelnder Bildung und sozialer Verdrängung“, führt der Ratsherr in seinem Antrag aus.

Die UWG beantragt gemäß Geschäftsordnung, dass die Verwaltung den von den Schulen geforderten Bedarf für unterrichtsbegleitende Dolmetscher- und Sprachmittlertätigkeit für die Schulausschusssitzung aufbereiten und den das bisherige Kontingent von 40 Stunden pro Woche übersteigenden erwartbaren Bedarf für das kommende Schuljahr darlegt.

Konkret solle der Rat dann beschließen, die gemeinsamen Schulsozialarbeiterstellen an der Holbein- und der St.-Peter-Schule zeitnah von derzeit je einer Viertelstelle auf je eine halbe Stelle aufzustocken. Die Wallschule solle ab dem kommenden Schuljahr eine zusätzliche Vollzeitstelle für Schulsozialarbeit bekommen. Der Hauptschule müsse die zum Jahresende weggefallene Vollzeitstelle für Schulsozialarbeit zeitnah wieder zur Verfügung gestellt werden. Zudem müsse, so die UWG, die halbe Stelle für Schulsozialarbeit an der Realschule auf eine Vollzeitstelle aufgestockt werden. Dazu komme der Bedarf an Dolmetscher-Tätigkeiten, der ebenfalls zeitnah erfüllt werden solle.

Da nach Ansicht der UWG alles sehr schnell gehen sollte, wäre ein Nachtragshaushalt nötig. „Notwendige Stellenausschreibungen erfolgen unmittelbar nach Beschlussfassung“, so Hitz. „Die Finanzierung der zusätzlichen Personalkosten ist in den Haushaltsberatungen 2016 und folgende zu beordnen.“

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