„Pro Bahn“ setzt sich für Verkehrswende ein

Mehr Züge zwischen Osnabrück und Bremen sollen schneller fahren

Bald im Halbstundentakt? Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ wünscht sich einige Verbesserungen auf der Strecke der Nordwestbahn.
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Bald im Halbstundentakt? Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ wünscht sich einige Verbesserungen auf der Strecke der Nordwestbahn.

Wildeshausen – Wenn der öffentliche Personennahverkehr attraktiver werden soll, dann gibt es einiges zu tun. Ein Halb-Stunden-Takt bei der Nordwestbahn, Ausweichstellen an Begegnungspunkten der Züge, höhere Geschwindigkeit der Lokomotiven zwischen Osnabrück und Bremen, sowie sicherere Bahnübergänge.

Das sind nach Einschätzung des Fahrgastverbandes „Pro Bahn“ einige wichtige Veränderungen, die erforderlich sind, damit Menschen auf die Bahn umsteigen und nicht nur zügiger ankommen, sondern auch wichtige Anschlussverbindungen erreichen können.

„Wir wollen das so schnell wie möglich“, sagen Malte Diehl und Werner Stommel aus dem Landesvorstand von „Pro Bahn“. Sie tauschten sich am Dienstag am Wildeshauser Bahnhof mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und der Kandidatin für das Amt des Landrates, Sabine Drees, aus.

Bley legte im Gespräch viel Wert darauf, stillgelegte Bahnhöfe zu ertüchtigen und möglichst viel Geld aus den Töpfen des Bundesverkehrswegeplanes in die Region zu holen. „Wir müssen das vor Ort einfordern“, sagte er. „Wir brauchen den Halbstunden-Takt und auf jeden Fall eine bessere Verzahnung des öffentlichen Personennahverkehrs mit Fernverbindungen.“

„Wir sind froh, dass die Politik auf unsere Forderungen einschwenkt“, erklärte Stommel. Entscheidend für alle „Weichenstellungen“ ist die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), die im Herbst erneut Besuch von Diehl und Stommel bekommen wird, um Probleme und Chancen zu erörtern. „Wir lassen nicht locker“, so Stommel, der vor vielen Jahren dafür gesorgt hatte, dass Wildeshausen heute überhaupt noch eine Zugverbindung besitzt. Diese sollte damals stillgelegt werden, bis dann die Nordwestbahn eine regelmäßige Verbindung einrichten konnte.

Züge könnten schneller fahren

Doch Stommel möchte jetzt mehr: Die LNVG habe Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, wie zwischen Delmenhorst und Lohne Verbesserungen erreicht werden können, sagte er. Auf der Strecke dürften die Züge derzeit nur höchstens 80 statt der möglichen 120 Stundenkilometer fahren. Es gebe noch zu viele ungesicherte Bahnübergänge und ohnehin zu viele Querungen. Das zu ändern, wäre Aufgabe der Gemeinden, die mit Nachdruck Sicherungsanlagen fordern müssten. Die Kostenrechnung ginge dann an die Bahn.

Da die LNVG keine Diesellokomotiven mehr anschaffen wolle, müsse die Antriebsart für neue Züge geklärt werden. „Wir wünschen uns die Oberleitung“, sagt Stommel. Dafür seien zwar Investitionen nötig, das rechne sich aber in jedem Fall, angesichts der Tatsache, dass der Verkehr klimafreundlicher werden müsse. Diehl und Stommel erhalten Zustimmung von Drees: „Das wäre ein Meilenstein auf dem Weg, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu schaffen“, findet sie. Das Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Bahnreisenden bis 2030 zu verdoppeln, sei nur zu erreichen, wenn das Zusammenspiel im besser werde und eine Wende erreicht werde.  

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