Mehr zahlende Besucher als geplant/ Überarbeitetes Nutzungskonzept

Krandelbad: „Wir haben ein gutes Jahr hingelegt“

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Die Aktionstage im Krandelbad sind bei Kindern beliebt.

Wildeshausen - Das neue Krandelbad in Wildeshausen hat nach Einschätzung aller Fraktionen im Stadtrat sowohl von der Leistungsfähigkeit als auch von den Besucherzahlen die Erwartungen übertroffen. Die Politiker machten deutlich, dass man hinter die nackten Zahlen blicken müsse, um eine umfangreiche Bilanz ziehen zu können.

Die Zahlen in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss für Stadtentwicklung klingen nämlich vordergründig gar nicht so positiv. „Die prognostizierte Besucherzahl von 100000 (Öffentlichkeit, Schulen und Vereine) konnte während des ersten Betriebsjahres nicht erreicht werden“, heißt es dort. So betrage die Gesamtzahl im Betriebsjahr 87249 Besucher.

„Entscheidend ist aber, dass die zahlenden Besucher deutlich über den Erwartungen liegen“, erklärte Stephan Dieckmann (SPD) während der Ratssitzung am Donnerstag. „Das Ergebnis ist vortrefflich. Wir haben ein gutes Jahr hingelegt.“

Auch Heiner Spille (UWG) sprach von einem „großen Wurf“. „Sehr gut angenommen wurden auch die verschiedenen Kurse“, freute er sich. Zu berücksichtigen sei bei der positiven Bilanz auch, dass das Bad energetisch sehr gut aufgestellt sei. „Das Wärmeverbundsystem ist eine moderne Lösung. Das sollten wir auch im Hinterkopf behalten, wenn das Freibad erneuert wird.“

Mit einem Schwimmbad lasse sich kein Geld verdienen, betonte auch Günter Lübke. Der Kostendeckungsgrad von 60 Prozent sei in jeden Fall vorbildlich. Und Wolfgang Sasse (CDU) sprach davon, wichtige Ziele erreicht zu haben. Nicht nur, dass das Bad kostengünstig realisiert werden konnte, man habe auch die Kinder der Stadt gestärkt, indem viele nun wieder Schwimmen lernen würden. „DLRG und Schwimmverein profitieren von dem Bad, indem sie wachsende Mitgliederzahlen haben“, so Sasse. Das Allwetterbad habe sich bewährt und bringe einen Standortvorteil für die Kreisstadt. Nun müssten aber auch schnell die Sporthallen wieder freigegeben werden, sagte der Christdemokrat mit Blick darauf, dass die Vereine die Halle am Gymnasium und die Widukind-Halle nicht nutzen können, weil dort Flüchtlinge untergebracht werden.

Der Rat beschloss ein aktualisiertes Nutzungskonzept. Die Entgeltordnung soll zunächst unverändert beibehalten werden. „Das aber“, so Kreszentia Flauger von den Linken, müsse bald geändert werden. „Die Preise sind für einige Geringverdiener zu hoch“, sagte sie. „Ich sehe großen Bedarf für Ermäßigungen.“ Angesichts der schwierigen Haushaltssituation würde sie aber noch ein Jahr damit warten wollen.

dr

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