Creditreform legt Zahlen vor / Kreisstadt negativer Ausreißer

Mehr Wildeshauser überschuldet

Schuldner-Atlas: Während im Landkreis die Zahl der verschuldeten Menschen gesunken ist, stieg sie in Wildeshausen.  
Symbolfoto: dpa
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Schuldner-Atlas: Während im Landkreis die Zahl der verschuldeten Menschen gesunken ist, stieg sie in Wildeshausen. Symbolfoto: dpa

Wildeshausen – Die Stadt Wildeshausen ist die einzige Kommune im Landkreis Oldenburg, in der die Zahl der verschuldeten Bürger innerhalb des vergangenen Jahres angestiegen ist. Das geht aus dem Schuldneratlas der Auskunftei Creditreform hervor, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Quote wird nach dem Anteil überschuldeter Personen im Verhältnis zu allen Erwachsenen des Untersuchungsgebietes errechnet. Sie liegt in der Kreisstadt bei 10,37 Prozent, was einen Anstieg zu 2019 um 0,42 Punkte bedeutet.

Die Quote liegt im Landkreis Oldenburg in Hude mit nur 6,35 Prozent Verschuldung am niedrigsten. In der Gemeinde Dötlingen liegt sie bei 7,95 (2019: 8,38), in der Gemeinde Hatten bei 7,35 (7,48) und in der Samtgemeinde Harpstedt bei 9,24 (9,43).

9 000 Menschen im Landkreis verschuldet

Im Landkreis Oldenburg sind laut Creditreform rund 9 000 Menschen verschuldet. Die Quote liegt bei 8,36 Prozent. Damit ist der Landkreis im Raum Weser-Ems auf dem zweiten Platz hinter dem Landkreis Ammerland (Quote 8,0).

Weitere Daten des Berichtes: Im Raum Weser-Ems ist die Überschuldung in vier von 17 Kreisen gestiegen, in elf Kreisen gesunken und in zwei Kreisen konstant geblieben. Für Weser-Ems insgesamt ist die Quote um minus 0,06 Punkte im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Ausgaben übersteigen dauerhaft die Einnahmen

„Überschuldung liegt immer dann vor, wenn ein Schuldner die Summe seiner fälligen Zahlungsverpflichtungen in absehbarer Zeit nicht begleichen kann und ihm weder Vermögen noch andere Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die zu leistenden monatlichen Gesamtausgaben übersteigen dauerhaft die Einnahmen“, so die Auskunftei, die insgesamt eine verhalten positive Bilanz für den Weser-Ems-Raum zieht. „Die Verbraucher sind deutlich vorsichtiger bei ihren Ausgaben, und die staatlichen Hilfsmaßnahmen haben noch schlimmere soziale Auswirkungen verhindert “, so Michael Bolte, Geschäftsführer von Creditreform Oldenburg. „Aber die Folgewirkungen von Kurzarbeit, Jobverlust und Lockdown angesichts des ansteigenden Infektionsgeschehens werden aller Voraussicht nach gravierend sein.“

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