Mehr als 40 Werke des Künstlers Hartmut Berlinicke sind ab sofort im Kreishaus zu sehen

Bilder, die den Betrachter einladen

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Hartmut Berlinicke, Carsten Harings und Horst Römer präsentieren das Bild, das künftige Träger des Landkreis-Ehrenpreises überreicht bekommen.

Landkreis/Wildeshausen - Der Titel kommt nicht von ungefähr: „Spätlese“ hat der Künstler Hartmut Berlinicke die aktuelle Ausstellung im Kreishaus genannt, in der mehr als 40 seiner Bilder zu sehen sind. Sie stammen vornehmlich aus der Zeit zwischen 2007 und heute. Unter diesen Werken ist auch jenes, mit dem der Landkreis künftig besondere Leistungen würdigt.

Am Montagabend wurde die Ausstellung mit Radierungen und sechs Collagen im Beisein von etwa 60 Gästen feierlich eröffnet. Landrat Carsten Harings hob in einer kurzen Ansprache hervor, dass es sich bei Berlinicke um einen „besonders renommierten Künstler“ handele, der „weit über die Grenzen des Landkreises“ hinaus bekannt sei.

Die weitere Vorstellung Berlinickes überließ Harings dann Horst Römer, langjähriger Kollege des Künstlers in ihrer gemeinsamen Zeit als Lehrer und Begründer des Wildeshauser Papiertheaters. Er sei kein Fachmann für Bilder, aber er kenne Berlinicke bereits seit 1976, erklärte Römer. Als „exotisches Biotop“ bezeichnete er die Kunstgalerie, die das Ehepaar Berlinicke seit 1968 in Wildeshausen betreiben. „Gastfreundschaft wird dort großgeschrieben“, berichtete Römer, eine Eigenschaft, die er auch in den Bildern Berlinickes wiedererkenne. „Sie laden ein, der Betrachter erkennt Gegenstände – was nicht unbedingt selbstverständlich ist bei zeitgenössischer Kunst“, die sonst auch gerne mal geheimnisvoll und unzugänglich daherkomme.

Berlinicke wurde vor 72 Jahren in Berlin geboren und wuchs dort auf. 1968 kam er nach Wildeshausen. „Die Autobahn war gerade fertig und an der Berufsstelle gab es eine freie Stelle“, begründete Berlinicke selbst diesen Schritt mit einem Schmunzeln. Ursprünglich wollte er nur fünf Jahre bleiben. „Nun bin ich seit 47 Jahren hier – und habe es nicht bereut.“

Er sei froh, dass die Autobahn damals schon bis nach Wildeshausen führte, nahm Harings auf diese Ausführungen Bezug und betonte, dass Berlinicke „zu der hochwertigen Kultur, die es heute im Landkreis gibt, maßgeblich beigetragen“ habe. Fest verbunden mit seinem Namen sei auch der Ehrenpreis des Landkreises Oldenburg, den dieser in unregelmäßigen Abständen verleiht. Denn Berlinicke schuf nun bereits zum dritten Mal die Auszeichnung, die damit einhergeht: Ein farbenfrohes Bild, von dem es nun 100 Stück für künftige Preisträger gebe, und das Harings als „außerordentlich gut gelungen“ bezeichnete.

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