Mehr Platz für Holbeinschule angedacht/ Container sollen abgebaut werden

Keine neue Schule, aber neue Unterrichtsstandorte?

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Unterricht im Container an der Wallschule.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Eine neue Schule in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme dürfte 15 Millionen Euro kosten und ist für Wildeshausen nicht finanzierbar. Aber es muss schon bald ein neues Schulgebäude gebaut werden, um Grundschüler unterzubringen. Dafür laufen die Planungen. Mit offiziellen Statements hält sich die Politik (noch) zurück, doch manches ist durchgesickert.

Sehr deutlich in der Bewertung des gegenwärtigen Zustandes wurde im Rahmen des Schulausschusses in der vergangenen Woche lediglich die CDU. Zwar hatte die SPD schon vor geraumer Zeit den Bau einer neuen Schule in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme gefordert, zur aktuellen Situation nahmen jedoch nur die Christdemokraten Günter Lübke und Wolfgang Sasse Stellung. Sie stellten übereinstimmend fest, dass es nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht, wenn eine Schule wie die Wallschule seit Jahren fünfzügig geführt wird, obwohl sie vierzügig ausgelegt ist. „Eltern und Schüler haben einen Anspruch auf überschaubare Systeme“, betonte Lübke. „Wir müssen Rahmenbedingungen für Qualität schaffen.“ Die Tatsache, dass an zwei Wildeshauser Grundschulen in Mobilklassen unterrichtet würde, sei ein klarer Hinweis darauf, „dass wir mit unseren Räumen nicht hinkommen“. „Wir haben weiter mit Zuzügen zu rechnen, die Zahlen sinken in Wildeshausen nicht“, so Lübke. Dazu käme ein zusätzlicher Raumbedarf für Inklusion und die Ganztagsschule.

In die gleiche Kerbe schlug Sasse. „Wir müssen die Schulsituation genau überprüfen“, erklärte er im Ausschuss. Dabei sei es erforderlich, zu schauen, was finanzierbar und was machbar sei. „Wir brauchen keine neue Schule, aber wir müssen die Schülerströme sinnvoll aufteilen.“

Konkret wurde es in der Sitzung nicht, dem Vernehmen nach überlegen aber Teile der Politik, die Schuleinzugsbereiche zu verändern. Derzeit gehen nämlich alle Kinder aus den neuen Baugebieten auf die Wallschule. Eine neue Aufteilung könnte dazu führen, dass mehr Kinder die zweite konfessionslose Grundschule, die Holbeinschule, besuchen würden. Dort allerdings herrscht auch Raumnot. Denkbar wäre es, aber darüber spricht niemand offiziell, dass die Räume der St.-Peter-Schule genutzt werden könnten. Dafür müsste diese Schule jedoch einen neuen Standort in der Stadt bekommen (siehe Kommentar).

Die Forderung der CDU, die Grundschulen entsprechend der gesetzlichen vorgebenen Zügigkeiten zu führen, wurde zur inhaltlichen Vorbereitung in die Arbeitsgruppe Schulentwicklung verwiesen. Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge machte jedoch im Vorfeld deutlich, dass die Politik durchaus neue Wege gehen könne, „wenn dieses das gemeinsame Ziel ist“. Kleine Klassenverbände seien auch der Wunsch der Schulen. „Dafür brauchen wir dann aber ein entsprechendes Raumprogramm“, so Ufferfilge.

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