Donnerstag Eröffnung

Nur „Aleco“ hat noch Platz: Mehr Lebensmittelhandel geht nicht

Nun ist auf weite Sicht zu erkennen, dass „Aleco“ in Wildeshausen eröffnet. Foto: bor
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Nun ist auf weite Sicht zu erkennen, dass „Aleco“ in Wildeshausen eröffnet. 

Wildeshausen - Mit der Eröffnung des „Aleco“-Bio-Supermarktes wird am Donnerstag, 21. November, das letzte große Einzelhandelsprojekt am Wildeshauser Westring verwirklicht und das „Zisch“-Center an der Bargloyer Straße komplettiert. Derzeit werden auf knapp 800 Quadratmetern Verkaufsfläche die Regale eingeräumt und am Gebäude die Außenwerbung installiert, damit die Kunden ein umfangreiches Sortiment an zertifizierten Bioprodukten kaufen können.

Mehr Einzelhandelsflächen werden dann in absehbarer Zeit am Westring nicht dazukommen, da der Bebauungsplan das nicht vorsieht. Zwar verfolgt der Discounter „Lidl“ das Vorhaben, irgendwann auf dem derzeitigen Grundstück von „Euronics XXL“ einen neuen Markt zu bauen, doch dafür müsste es erst einen neuen vorhabenbezogenen Bebauungsplan geben, der zudem nur eine Erweiterung der Verkaufsfläche zulassen könnte.

„Wir freuen uns, dass wir das ,Zisch‘-Center nun vollständig ausgebaut haben“, so Thomas Reschinski von Getränke Nordmann. Betreiber des Centers sind Fritz-Dieter Nordmann und Helmut Rang. Die beiden Wildeshauser Geschäftsleute hatten im Jahr 2006/2007 den ersten Bauabschnitt auf der Fläche an der Bargloyer Straße realisiert. Der „Zisch“-Getränkemarkt und das Tierbedarfsgeschäft „Fressnapf“ eröffneten im März 2007. Schon damals hatten die Inhaber in weiser Voraussicht 76 Parkplätze angelegt sowie die Rahmenbedingungen für eine Erweiterung geschaffen – beispielsweise die Regenwasserentsorgung.

Bislang hatte das „Zisch“-Center eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern. Schon seit einigen Jahren gab es aber Bestrebungen, auf der Fläche neben dem „Fressnapf“ einen weiteren Fachhändler anzusiedeln. Das allerdings war wegen der Bestimmungen für den Westring nicht so einfach. Dort dürfen aufgrund der „Wildeshauser Liste“ nur Waren angeboten werden, die den Innenstadthandel nicht nachhaltig schaden.

Als der Antrag gestellt wurde, „Aleco“ am Westring anzusiedeln, gab es deshalb einige Diskussionen in der Politik und Abstimmungsbedarf mit dem Landesraumordnungsplan. Mit dem Bio-Sortiment wurden praktisch die letzten Flächen für Einzelhandel in dem Bereich verbraucht. Zudem bedurfte es einer speziellen Konstruktion für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, um an der Stelle einen Bio-Markt anzusiedeln. Der Planer ersann für die Stadt das Konstrukt des „privilegierten Nahversorgungsstandortes“, das die Ausweisung von Flächen für einen Fachhändler ermöglicht. Aus diesem Grund darf dort aber kein Gastrobereich unterhalten werden.

Auf der Verkaufsfläche von „Aleco“ soll ein Sortiment aus mehr als 7000 zertifizierten Bio-Waren, darunter Obst und Gemüse, angeboten werden. Es gibt eine Theke für Backwaren sowie für Käse. Dort arbeiten 15 Angestellte.

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