Offene Briefe zum Johanneum

Mediziner appellieren, zwei Millionen Euro zu bewilligen

Die Ärzte des Johanneums wünschen sich von der Stadt eine Unterstützung für die bauliche Erweiterung von zwei Millionen Euro.
+
Die Ärzte des Johanneums wünschen sich von der Stadt eine Unterstützung für die bauliche Erweiterung von zwei Millionen Euro.

Wildeshausen – Die Ärzteschaft des Krankenhauses Johanneum sowie der Verband der Ärzte und Psychotherapeuten (VÄP) haben am Freitag mit offenen Briefen an die politischen Entscheidungsträger der Stadt Wildeshausen appelliert, die Erweiterungspläne des Krankenhauses mit zwei Millionen Euro zu unterstützen.

Der ärztliche Direktor des Johanneums, Alexander Terzic, zählt in seinem Schreiben, das von allen Chefärzten unterschrieben wurde, die bekannten Argumente auf: Man wolle mit der Erweiterung die „Sicherstellung der wohnortnahen und qualifizierten medizinischen und pflegerischen Versorgung“ der Menschen in Wildeshausen und der Region für die kommenden Jahrzehnte sichern. „Die positive Entwicklung des Krankenhauses hat uns in der Patientenversorgung an unsere strukturellen und baulichen Grenzen gebracht“, heißt es. Mit dem Bauvorhaben stelle man die Weichen für die Zukunft. Dafür benötige die Stiftung eine solide und verlässliche finanzielle Grundlage.

„Wenn das Krankenhaus unverhältnismäßig durch die zu hohen Folgekosten des Bauprojekts belastet wird, sehen wir erhebliche negative Auswirkungen auf die weitere medizinische Entwicklung zukommen“, so Terzic. „Letztendlich werden uns dadurch finanzielle Mittel für die unmittelbare Patientenversorgung entzogen, und das bedeutend mehr als bei anderen Krankenhäusern in der weiteren Umgebung. „In diesem Sinne bitten wir den Stadtrat von Wildeshausen auch im Namen unserer Patienten, das auf vier bis fünf Jahre angelegte Projekt mit einem Förderbeitrag im Sinne der beantragten Mittel in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro abzusichern und zu unterstützen“, erklären die Chefärzte.

„Gute Krankenhausversorgung auf dem Land gewährleisten“

Der VÄP argumentiert damit, dass es dem politischen Auftrag von Stadt und Land entspricht, eine gute Krankenhausversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen. „Dieser Auftrag geht auch an die Stadt Wildeshausen“, so der zweite Vorsitzende Rajabali Samadi. „Bundesweit vergehen kaum Wochen, in denen nicht über die Schließung kleiner Häuser im ländlichen Raum berichtet wird. Hintergrund sind in erster Linie wirtschaftliche Betrachtungen.“ Es sei deshalb nahezu ein Glücksfall, dass sich das Wildeshauser Krankenhaus zukunftsfähig entwickeln könne. Damit könne den Bürgern auch in den nächsten Jahrzehnten eine gute Versorgung geboten werden.  dr

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Meistgelesene Artikel

Marko Bahr will Wildeshauser Bürgermeister werden

Marko Bahr will Wildeshauser Bürgermeister werden

Marko Bahr will Wildeshauser Bürgermeister werden
Hilfe aus Harpstedt kommt ins Rollen

Hilfe aus Harpstedt kommt ins Rollen

Hilfe aus Harpstedt kommt ins Rollen
Sattelzug brennt: 180.000 Euro Schaden

Sattelzug brennt: 180.000 Euro Schaden

Sattelzug brennt: 180.000 Euro Schaden
Selbstlose Hilfe in der Pandemie

Selbstlose Hilfe in der Pandemie

Selbstlose Hilfe in der Pandemie

Kommentare