„Max“ setzt sich über die gängigen Klischees hinweg

Peter Kruse erzählt über fiktive Figur aus seinem Leben

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Peter Kruse erzählt über „Max“ von seinem Leben.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. „Meine 92-jährige Mutter Anni Spiekermann, die im Pflegezentrum Johanneum lebt, ist für mich auch der beste Freund“, sagt Peter Kruse, der jetzt sein erstes Buch veröffentlicht hat. „Grenzenlos“ ist eher seine Biografie, die er in der Person „Max“ erzählt – mal in der Zukunft, mal in der Gegenwart. In Langförden geboren, lebt er eigentlich in Guatemala, wohnt aber in den Sommermonaten in der Kreisstadt, wo auch seine Schwester beheimatet ist. Kruse ist praktisch ein „Halb-Wildeshauser“.

Wenn bei dem Buch von „Biografie“ gesprochen wird, so zeigt es von der ersten bis zur letzten Zeile ein spannendes Leben von einem Deutschen auf, das sich seit zwei Jahrzehnten in Mittelamerika abspielt. Ein junger Mensch landet in Costa Rica, Kuba und Guatemala. Dort ist er aber nicht etwa der Aussteiger, sondern er wird zum Einsteigen in ein völlig anderes Leben, dem er sich stellt. „Max“ versteht es, Grenzen zu überschreiten und sich über die gängigen Klischees und Vorurteile hinwegzusetzen. „Er wird mit einer neuen Heimat unter Menschen belohnt, die selbst in Armut und unter widrigen Lebensverhältnissen häufig fröhlicher sind als viele Wohlstandsbürger im reichen Deutschland“, heißt es in einer Rezension.

Weder Höhen noch Tiefen werden verschwiegen

„Mir war es wichtig, Geschichten zu erzählen, die aus einem Alltag in einer Weltregion kommen, in der ein Menschenleben erbärmlich wenig wert sein kann und das Zusammenleben doch so oft von herzlicher Freundlichkeit geprägt ist“, so der Autor. Gerne gibt er zu, dass es sich bei seinem 330 Seiten starken Werk um eine Mischung aus Fiktion und Realität handelt.

Und „Max“ erlebt viel. Schon bei seiner Ankunft im fernen Land muss er feststellen, dass auch Kriminalität eine große Rolle spielt. Dass ihn aber die Menschen annehmen, ihm helfen, wenn es Probleme gibt. Alles aus dem Leben legt Kruse offen, macht keinen Hehl daraus, dass er viele Höhen und Tiefen erlebt hat, dass er auch schon von starken Depressionen geplagt wurde. All das hat er in ein spannendes Buch gepackt, es der Hauptfigur „Max“ zugeordnet. Auf die Frage nach dem Genre, dem dieses Buch zuzuordnen ist, zuckt der Autor mit den Schultern: „Dieses Buch lässt sich ganz bewusst keiner eindeutigen literarischen Schublade zuordnen.“

Von Guatemala aus für sieben Länder zuständig

Kruse hat in Deutschland BWL und in England Marketing und Philosophie studiert. „1992 bin ich dann nach Costa Rica gegangen, um die spanische Sprache zu lernen“, erzählt der Autor. Sehr schnell habe er sich in die Kultur und die Menschen verliebt, dass er gar nicht mehr zurück wollte. In Costa Rica hat er dann viereinhalb Jahre im Pflanzenschutzbereich der Bayer-Group gearbeitet, ehe er nach Guatemala versetzt wurde: „Dort habe ich eine Verwaltungsabteilung aufgebaut und geleitet. Ich war für sieben Länder verantwortlich.“

Nach zwischenzeitlicher zweijähriger Tätigkeit als Bereichsleiter in Kuba ging es zurück nach Guatemala, wo Kruse Stabsleiter für Zentralamerika und die Karibik war: „Dann aber kam 2005 der Burn-out, der mich richtig von den Beinen gehauen hat. Es folgte eine einjährige Auszeit.“ Seither mache er nur noch das, was nicht mehr so stressig ist: „Jeder Mensch sollte rechtzeitig auf seinen Körper hören.“

Sein Erstlingswerk ist in der Printversion im Buchhandel und online für 12,99 Euro zu haben. Als E-Book kostet es 3,99 Euro.

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