Mats Johansson von Hermes Systeme vier Wochen in England

Ein Dankeschön für besonders gute Leistungen

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Gruppenfoto im heimischen Ausbildungsbetrieb: Ingo Hermes, Mats Johansson. Ausbildungsleiter Henrik Jüchter und Kirsten Grundmann von der Handwerkskammer Oldenburg (v.l.).

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Es ist nicht gerade sehr vielen Auszubildenden vergönnt, ein Auslandspraktikum im Rahmen des EU-Förderprogramms „Erasmus+“ zu machen. Der 21-jährige Mats Johansson, Auszubildender zum Elektroniker Automatisierungstechnik bei Hermes Systeme in Wildeshausen, ist einer von ihnen. Er war jetzt vier Wochen in Totnes in England.

Gestern überreichte ihm Kirsten Grundmann, Mobilitätsberaterin bei der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg, dafür den „Europass Mobilität“. „Im Rahmen der Ausbildung haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Azubis ins Ausland zu entsenden. Dafür muss ein Antrag auf Förderung über uns gestellt werden“, erzählte Grundmann. Allerdings hätten die Fördergelder von rund 1600 Euro auch in diesem Fall nicht ausgereicht: „In vielen Fällen sind dann die jungen Leute gefragt, den Rest dazuzulegen. Hier aber hat die Firma Hermes die restlichen Kosten von etwa 800 Euro übernommen.“

Dazu Geschäftsführer Ingo Hermes: „Für uns sind diese Auslandspraktika ein kleines Dankeschön für besonders gute Leistungen. Da übernehmen wir natürlich gerne die Kosten. Wir haben ein solches Praktikum nun schon vier Auszubildenden ermöglicht.“ Johansson hätte im Unternehmen ein Praktikum gemacht und sich dann auf einen Ausbildungsplatz beworben: „Schon während des Praktikums hat er sehr viel gezeigt, sodass wir froh waren, dass er sich beworben hat. Natürlich wird er nach seiner Gesellprüfung im Juni/Juli übernommen.“

In einem solchen Auslandsaufenthalt sieht Hermes aber auch die Möglichkeit, dass die jungen Menschen ihre Persönlichkeit weiterentwickeln: „Es kann für sie ein sehr wichtiger Baustein sein.“

Johansson zeigte sich überaus begeistert von diesem Praktikum: „Das war eine super Erfahrung. Ich habe viele Menschen kennengelernt und auch meine Sprachkenntnisse deutlich weiterentwickelt.“ Er sei in einem Unternehmen tätig gewesen, das unter anderem Helikopter-Simulatoren baue: „Meine Arbeit ähnelte der aus meinem Lehrbetrieb schon sehr. Vorgeschaltet war jedoch ein einwöchiger Intensiv-Sprachkurs, der mir sehr viel gebracht hat.“ Er sei zwar schon in der Schule in Englisch gut gewesen, aber dieser Kursus sei sehr gut gewesen: „Auch in meiner Gastfamilie habe ich mich sehr wohl gefühlt.“

Mit einem Schmunzeln erzählte er, dass die Hinreise jedoch schon sehr abenteuerlich gewesen sei. „Gebucht hatte ich einen Flug von Bremen über Frankfurt nach London, weil der günstiger war als ein Direktflug.“ Dann aber habe er auf dem Flughafen erfahren, dass der Flug drei Stunden Verspätung hat und er somit den Anschlussflug nicht erreiche: „Nach einigem Hin und Her konnte ich einen anderen Flieger Buchen und nach Bristol fliegen. Von dort war die Fahrt mit Zug nach Totnes noch um einiges kürzer.“

Hierzu erwähnte Grundmann, dass es gewollt sei, dass die Auszubildenden ihre Reise selber planen: „Wir möchten nämlich, dass sie sich auch etwas in die Sache einbringen.“

Trotz Sprachkurs und Arbeit hatte Johansson dennoch etwas Zeit, das Land kennenzulernen: „ Ich habe verschiedene Städte besucht und mir Sehenswürdigkeiten angeschaut. Natürlich gehörte auch London zu meinen Zielen.“

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