46 Neuinfektionen im Landkreis Oldenburg

Maskenpflicht in Wildeshauser Innenstadt

Alltagsmasken sind ab Samstag, 24. Oktober, Pflicht in der Wildeshauser Innenstadt.
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Alltagsmasken sind ab Samstag, 24. Oktober, Pflicht in der Wildeshauser Innenstadt.

Wildeshausen – Eine Maskenpflicht in der Wildeshauser Innenstadt, die Empfehlung an Schüler, auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, und Treffen sowohl privat als auch öffentlich nur noch mit maximal zehn Personen aus zwei Haushalten: Mit diesen Maßnahmen will der Landkreis Oldenburg die ansteigenden Corona-Fallzahlen in den Griff bekommen. Die Allgemeinverfügung tritt am Samstag, 24. Oktober, in Kraft. Am Freitag wurden wieder 46 Neuinfektionen verkündet. Der Sieben-Tages-Inzidenzwert stieg von 113,07 auf 130,64.

Masken auf der Straße

In Abstimmung mit den betreffenden Kommunen hat der Landkreis Straßen und Plätze definiert, wo auch unter freiem Himmel ab sofort und bis auf Weiteres eine Maskenpflicht herrscht. Im Fokus stehen dabei zunächst die Gemeinden Großenkneten und Ganderkesee sowie die Stadt Wildeshausen, weil in diesen drei Kommunen das Infektionsgeschehen am größten ist, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises. Betroffen sind folgende Orte:

.  Im Wildeshauser Innenstadtbereich die Straßen Westerstraße, Huntestraße und Westertor, einschließlich der Zugangsbereiche Gildeplatz und des Parkplatzes Neue Straße sowie der Marktplatz;

.  im Ortskern Ganderkesee der Marktplatz (an der Rathausstraße);

.  in Bookholzberg die östliche Seite der Stedinger Straße zwischen der Einfahrt zu den Verbrauchermärkten Aldi, Inkoop und dem Friedensweg;

.  in Ahlhorn der Bereich des Sanierungsgebietes „Wildeshauser Straße“.

Masken in der Schule

„Zunächst gibt es keine vorgeschriebene Maskenpflicht in Schulen im Landkreis Oldenburg“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Kreisverwaltung schließe sich aber vollumfänglich der Empfehlung des niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne an. Demnach wird dazu geraten, dass Schüler ab Klasse fünf künftig auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen sollen, wenn die Schule in einem Corona-Hotspot liegt. „Der Landkreis Oldenburg ist ein solcher Corona-Hotspot mit einer Inzidenz von mehr als 50“, heißt es in der Mitteilung. Mit dieser Empfehlung würden Lehrer, Eltern und Schüler mit ins Boot genommen. Sie könnten gemeinsam beraten, welche Maßnahmen für die Kinder die geeignetsten sind. Dies gelte insbesondere für den Ortsteil Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten, wo sich aktuell das größte Infektionsgeschehen im Kreisgebiet darstellt.

Zehn Personen

Der Kreis weist auch darauf hin, dass mit Wirkung von Freitag die neue niedersächsische Corona-Verordnung in Kraft getreten ist. Für den Landkreis Oldenburg bedeute dies aktuell, dass generell nur maximal zehn Personen aus zwei Haushalten oder enge Angehörige zusammenkommen dürfen. Dies gelte im privaten wie auch im öffentlichen Bereich. Ebenfalls sei in der Verordnung geregelt, dass die Festlegung, ob ein Landkreis oder eine Stadt ein Corona-Hotspot ist oder nicht, durch das zuständige Gesundheitsministerium erfolgt. Diese Festlegung werde auf der Internetseite www.niedersachsen.de/Coronavirus/aktuelle_lage_in_niedersachsen/ veröffentlicht und täglich aktualisiert.

Infektionsherde

Infektionsschwerpunkte sind nach wie vor die Fleisch- und Schlachtbranche (mehr als 70 Ansteckungen) und eine Seniorenunterkunft in Ahlhorn. In der Einrichtung mit 45 Bewohnern sind aktuell insgesamt 27 positive Tests dokumentiert. Diese teilen sich auf in 19 Bewohner und acht Mitarbeiter auf. In der Unterkunft erfolgt täglich ein Abstrich. Die diffus in der Bevölkerung auftretenden Infektionen nehmen ebenfalls zu, so der Kreis.

Aktuelle Zahlen

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen beträgt aktuell 867 bestätigte Fälle (inklusive genesener und verstorbener Personen). Das sind 46 mehr als am Donnerstag. Von der Gesamtzahl 867 gelten 607 Personen wieder als genesen. Elf Menschen sind verstorben. Somit gibt es zurzeit 249 registrierte mit dem Coronavirus infizierte Personen. In Quarantäne befinden sich 832 Kreiseinwohner. Die tagesaktuelle Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis beträgt 130,64. Bei den 249 aktuell Infizierten handelt es sich um Personen aus den Gemeinden Dötlingen (3), Ganderkesee (37), Großenkneten (84), Hatten (10), Hude (12) und Wardenburg (5), der Samtgemeinde Harpstedt (17) sowie der Stadt Wildeshausen (81).

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