Martin Posenauer gibt sein Amt beim Wildeshauser Spielmannszug auf

Tambourmajor kritisiert Übungsbereitschaft

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Jens Hoffmann (links) tritt die Nachfolge von Martin Posenauer (rechts) als Tambourmajor an. Vorsitzender Jens Kuraschinski hieß ihn im Amt willkommen.

Wildeshausen - Von Christin Rollié. Mahnende Worte wegen mangelnder Übungsbereitschaft richtete der Technische Leiter und Tambourmajor des Wildeshauser Spielmannszugs, Martin Posenauer, während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend an die Anwesenden. Sein anschließender Rücktritt hatte jedoch nichts mit dieser Kritik zu tun.

Posenauer gab seinen Posten mit sofortiger Wirkung auf, was in Anbetracht der Tatsache, dass er Schaffer der Wildeshauser Schützengilde ist, nicht ganz unerwartet sein konnte. Die im „Kayserhaus“ anwesenden Mitglieder wählten Jens Hoffmann kommissarisch für ein Jahr als Nachfolger. Er wird den Spielmannszug anführen und kann auf die Unterstützung von Hartmut Frerichs als Coach zählen.

Dennoch blieb Posenauers Kritik bestehen: „Es kann nicht sein, dass zum Notentraining und zu Übungsabenden nur wenige Kameraden kommen, kurz vor Pfingsten aber wieder fast alle dabei sind.“

Üben steht derzeit für den Spielmanns- und Fanfarenzug ganz oben auf dem Programm. Der Fanfarenzug arbeitet mit zwei neuen Bass Drums an seinem „Showlauf“, einem Medley von Disney-Songs und wird alte Lieder neu präsentieren. Der Spielmannszug hat drei neue Lieder im Programm. Er wird unter anderem „Schenk mir dein Herz“ von der Kölner Band „De Höhner“ spielen.

Besonders stolz zeigte sich der Vorsitzende, Jens Kuraschinski, über die Nachwuchsarbeit, die eigenständig in beiden Abteilungen durchgeführt wird. „Ihr wisst alle, der Nachwuchs ist unsere Zukunft. Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen aktiv bleiben, um nicht dem demografischen Wandel zu erliegen, wie es derzeit bei vielen Spielmannszügen der Fall ist“, mahnte er dennoch.

Der Vorsitzende lobte die gute Zusammenarbeit im Vorstand und richtete Dankesworte an seine Kollegen. Er hob auch Hoffmann, der den Internetauftritt immer auf dem aktuellsten Stand halte, aber auch Posenauer und Frerichs, die 2015 einen Crashkurs für Tambourmajore gegeben hatten, hervor.

Die Kassenwarte der Züge stellten ihre Berichte vor, die zur Zufriedenheit ausfielen. „Leider ist es so, dass die erspielte Gage bei weitem nicht ausreicht, um unseren Finanzbedarf zu decken. Wir sind auf Zuschüsse der öffentlichen Hand und Spenden angewiesen“, ergänzte Kuraschinski die Vorträge und ließ die Gelegenheit nicht aus, die Mitglieder auf die Notwendigkeit des sorgfältigen Umgangs mit Instrumenten und Utensilien hinzuweisen.

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