Es mangelt an Kandidaten

St.-Peter-Gemeinde wählt Pfarreirat 

Maria Wübbeler und Ludger Brock mit der Gemeindekarte.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Die Wahlperiode für den Pfarreirat katholischer Pfarrgemeinden beträgt vier Jahre. So auch die der St.-Peter-Gemeinde Wildeshausen/Ahlhorn. Und diese Zeit ist jetzt abgelaufen, sodass die Gemeindemitglieder aufgerufen sind, am 11. und 12. November an die Wahlurne zu treten. Allerdings gibt es hier ein Problem: Es mangelt an Menschen, die sich zur Wahl stellen möchten.

„Wir hoffen, dass sich das noch ändert. Gewählt werden zwölf Mitglieder, sodass wir mindestens 14 Kandidaten benötigen, da es ja sonst keine Wahl wäre“, erklärten Pfarrer Ludger Brock und die Vorsitzende des Pfarreirates, Maria Wübbeler. Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder ab 14 Jahren. Zur Wahl stellen darf sich, wer mindestens 16 Jahre alt ist. Der Wahlvorstand wurde bereits gegründet. Ihm gehören neben Wübbeler und Brock Karola Müller, Jutta Braun-Burwinkel sowie Rita Willenborg-Surmann an.

Wenige Menschen wollen sich lange an Aufgabe binden

„Ich finde es wirklich sehr schade, dass sich kaum Kandidaten finden“, betont Wübbeler. Die Arbeit im Pfarreirat sei eine herausfordernde Aufgabe. „Sie ist umfangreich und umfasst das gesamte Leben in der Gemeinde – von der Seelsorge bis hin zum gesellschaftlichen Miteinander“, fügt der Pfarrer an. Das Problem sei, dass sich viele Menschen nicht über einen so langen Zeitraum binden wollen. „Helfen wollen dagegen viele. Aber eher kurzfristig und für eine selbst bestimmte Zeit. Aber wir hoffen, dass wir auf diesem Wege noch einige junge Menschen motivieren können.“

Gerade junge Leute sind nach Aussage von Wübbeler besonders wichtig: „Schließlich beinhaltet die Tätigkeit im Rat auch viel Kinder- und Jugendarbeit.“ Fakt sei jedoch, dass es einen großen Teil der Aktivitäten in Zukunft nicht mehr geben wird, wenn sich kein Gremium zusammenfindet: „Und das wäre sicherlich sehr schade.“

Glück: Pfarrer im Ruhestand arbeiten weiter

Aber welche Aufgaben hat der Pfarreirat? „Unter anderem beraten wir unseren Pfarrer bei seiner Arbeit in der Gemeinde“, so Wübbeler. Es sei eine sehr interessante Arbeit. Zudem könne der Rat bestimmen, ob er Ausschüsse bildet. Derzeit gibt es den Liturgie-, Ökumene-, Jugend-, Fest-, Karitas- und den Öffentlichkeitsausschuss. Zudem hat jeder Ortsteil – Ahlhorn und Wildeshausen – noch einen eigenen Ausschuss. „Wer sich in den Pfarreirat wählen lässt, muss aber nicht auch in einem Ausschuss tätig sein“, nimmt Brock eventuellen Bewerbern die „Angst“ vor zu viel Arbeit. „Das Bilden der Ausschüsse hat sich bewährt, jeder hat dadurch die Möglichkeit, es gibt auch hinzugewählte Mitglieder, sich auf ein besonderes Thema zu spezialisieren“, so Wübbeler.

Zuständig ist der Pfarreirat für die gesamte St.-Peter-Gemeinde, die neben Wildeshausen auch die Gemeinden Dötlingen und Großenkneten umfasst. „Das ist ein großes Gebiet“, betont der Pfarrer. Aus allen Kommunen könnten sich Kandidaten melden. Für die Gemeinde ist Brock als leitender Pfarrer tätig. Hinzu kommt ein Pastoralreferent. „Allerdings sind wir in der glücklichen Lage, dass wir in Wildeshausen noch Pfarrer Hermann Bergmann und in Ahlhorn Pfarrer Erhard Bögershausen haben, die trotz Ruhestandes noch aktiv sind und Gottesdienste feiern sowie Geburtstagsbesuche machen. Herr Bögershausen kümmert sich auch noch um die Seelsorge.“

Interessierte können sich im Pfarrbüro, bei Brock oder den Mitgliedern des Pfarreirates melden.

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