26 Kinder üben für ihren großen Auftritt 

Manege frei für die jungen Zirkusstars

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Sie wollen über die Bühne „fegen“: Die Teilnehmer dieses Workshops haben Schrubber gebastelt und treten am Freitag als „Putzkolonne“ bei der Alexanderkirche auf. Passend dazu gibt es fetzige Musik. 

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Fast alle sind im Urlaub, also müssen die Zuschauer ran: 26 Kinder aus Wildeshausen und umzu üben in dieser Woche, um am Freitag ab 18 Uhr vor der Alexanderkirche in Wildeshausen eine Vorstellung in der „AlexandroKirchenmanege“ zu geben.

Das Szenario lautet wie folgt: Zirkusdirektor Massimo Alexandro ist auf Reisen. Er hat seinem Auszubildenden Joe aber den Auftrag gegeben, für Freitag eine einmalige Vorstellung zusammen zu stellen – sozusagen als Abschlussprüfung. Leider hat der Direktor nicht bemerkt, dass alle Artisten aus unterschiedlichen Gründen nicht da sind. Lediglich ein Zirkusteam steht zur Verfügung. An dieser Stelle kommen die Kinder aus Wildeshausen und umzu ins Spiel, die sich die Aufführung eigentlich anschauen wollen, sich nun aber spontan dazu bereit erklären, Joe aus der Patsche zu helfen und in den folgenden Tagen ein grandioses Zirkusfest vorzubereiten.

Zu den Stars gehört auch Lena. Die Neunjährige aus Prinzhöfte hat einen Kaktus gebastelt. Dahinter wird sie sich während der Aufführung verstecken und mithilfe einer Socke singen. Mit ein paar Augen und einem großen, roten Mund ist aus dem gewöhnlichen Strumpf eine Handpuppe geworden. Lena gibt sich noch ganz cool und entspannt. Geplant ist, dass sie und die anderen Mädchen sowie Jungen aus ihrer Gruppe das Lied „Mein kleiner grüner Kaktus“ zum Besten geben. Und wenn eines der Kinder mal den Text vergessen sollte, sind die Zeilen zur Sicherheit hinten auf den Kakteen aufgeschrieben.

„Mein kleiner grüner Kaktus“: Die Teilnehmer dieser Arbeitsgruppe haben mehrere Kakteen gebastelt und lassen ihre ebenfalls selbst gefertigten Handpuppen singen.

Wenn alle Stricke reißen, greifen die Teamer ein. Zwölf Mitglieder der evangelischen Jugend üben mit den Teilnehmern für die große Aufführung, die etwa eine Stunde dauern soll. Jolanda (15) aus Wildeshausen ist schon zum dritten Mal dabei und ganz angetan von den Kindern. „Sie arbeiten sehr gut mit.“

Auch Annika hat schon eine Menge vorbereitet und gelernt. Trotzdem ist sie aufgeregt, wenn sie an Freitag denkt. Die neunjährige Wildeshauserin ist Teil der „Putzkolonne“. Mit Schrubbern und Wischmopps ausgestattet, werden die Kinder über die Bühne „fegen“. Und zwar zu „Popular“ aus dem Musical „Wicked“ und „I like it“ von „Cardi B“. „Beim Tanzen gibt es schwierige Teile, wenn wir Arme und Beine gleichzeitig bewegen sollen“, erklärt Annika.

Amelie (9) will auch tanzen. Allerdings nicht beim Putzen, sondern um einen etwa 1,90 Meter großen, mit farbigen Fratzen verzierten Marterpfahl. Das Mädchen gehört zu den „Indianern“, die noch an ihrem Kopfschmuck basteln. Bei der Vorstellung soll schließlich alles bunt und schön sein.

Der Kopf hinter der Ferienveranstaltung ist Diakon Johannes Kretzschmar-Strömer, der schon seit 18 Jahren Aktionen in den Ferien für Kinder auf die Beine stellt. „Nur basteln reicht nicht“, findet er. Deswegen sollen die Teilnehmer auf ein Ziel hinarbeiten – das ist in diesem Jahr die Manege.

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