Stadtgliederung braucht Fahrzeuge

Maltesern fehlen rund 20 000 Euro

Roman Kaminski hofft auf die Unterstützung der Firmen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Sie sind seit 39 Jahren für die Mitmenschen in der Wittekindstadt aktiv – die Malteser. Was in den vergangenen Monaten jedoch passiert ist, haben die Verantwortlichen der Stadtgliederung des Malteser-Hilfsdienstes (MHD) noch nicht erlebt – die Zahl der aktiven Mitglieder hat sich mehr als verdoppelt. Dennoch plagen die Malteser Geldsorgen, es werden dringend zwei Fahrzeuge benötigt.

„Wir sind sehr stolz auf diese Entwicklung“, sind sich Roman Kaminski, Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG), und Stadtbeauftragter Thomas Siemer einig. Aber diese Veränderung der Mitgliederstärke bringe eben auch noch nicht da gewesene Probleme mit sich. „Zurzeit befassen wir uns daher damit, neue Transportmittel für unsere Helfer zu bekommen“, betont Kaminski. Hier bestehe dringender Bedarf. In Zahlen ausgedrückt bedeute das, dass 45 000 Euro für zwei gebrauchte Fahrzeuge inklusive Um- und Ausbau investiert werden müssten. Da die eigenen Mittel jedoch nicht ausreichten, hoffe die Stadtgliederung auf einige Spenden – rund 20 000 Euro.

„Wir haben einen Sprinter vom Bundesministerium des Innern, der für die Einsätze bereit steht“, sagt Kaminski. Außerdem steht in der Garage ein Bully (Neunsitzer), der zwar der SEG zur Verfügung steht, aber auch anderweitig vom MHD genutzt wird – als Ersatz-Notarzt-Einsetz-Fahrzeug, für den Fahrdienst, den Mahlzeitendienst und für vieles mehr. „Somit steht er uns nicht immer zur Verfügung“, betont Kaminski. Und genau das sei das Problem: „Haben wir bis vor eineinhalb Jahren unseren Dienst noch mit zehn bis zwölf Mann versehen, so sind wir heute stets über 30 Mann.“ Das sei zwar sehr gut, aber dennoch stünde die Truppe immer wieder vor dem Problem, die Leute auch zum Einsatzort fahren zu können:. „Selbst zu Übungsorten müssen wir jetzt mehrmals fahren, um alle Leute vor Ort zu haben.“ Und das könne nicht Sinn der Sache sein. Daher wolle die Stadtgliederung alles unternehmen, um die Lage endlich zu entspannen.

„Vom Land Niedersachsen wurde ein Förderantrag abgelehnt. Über einen 7 000-Euro-Zuschuss von der Stadt muss noch beraten werden. Hier haben wir noch keine Rückmeldung“, erzählt Kaminski. Fakt sei, dass die Stadtgliederung auf die Unterstützung von Firmen aus Wildeshausen und der Nachbarschaft hoffe: „Wir haben insgesamt 100 Betriebe angeschrieben und um eine Spende gebeten. Natürlich hoffen wir, dass die Dringlichkeit unseres Anliegens erkannt wird.“ Jeder Spender bekomme eine Spendenquittung: „Bis 200 Euro reicht fürs Finanzamt allerdings der Kontoauszug.“

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