Malteser bauen Versorgung beim Gymnasium auf /Heute weitere Flüchtlinge

Verpflegungszelt statt Hauptschul-Kantine

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Wie lange die Flüchtlinge in der Halle bleiben, weiß derzeit niemand. Nun wird ein Verpflegungszelt aufgebaut. Archivfoto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Weil die Mensa der Hauptschule in Wildeshausen am Montag wieder für die Schüler genutzt wird, werden die Flüchtlinge in der Gymnasiumssporthalle und der Widukind-Halle ab kommender Woche in einem Verpflegungszelt der Malteser versorgt.

Zeitgleich mit der erwarteten Ankunft von weiteren 100 Flüchtlingen in Wildeshausen im Rahmen der nächsten Amtshilfe errichten die Malteser bei der Sporthalle am Gymnasium das Zelt. Dort werden auch die Flüchtlinge versorgt, die in der Widukind-Halle leben. Sie müssen also einen kleinen Fußmarsch unternehmen, um zur Essensausgabe zu kommen.

Die Versorgung wird vom Krankenhaus Johanneum durchgeführt. Die Malteser transportieren die Mahlzeiten zur Mensa und später zum Verpflegungszelt. Wie die Komplettverpflegung und alle möglichen Handwerkerleistungen rund um die Flüchtlingsunterbringung finanziert wird, ist nach Auskunft von Oliver Galeotti, Pressesprecher des Landkreises, noch nicht geklärt. Da es sich um eine Amtshilfe für das Land handelt, ist der Landkreis der Ansicht, dass auch das Land die Kosten zu übernehmen hat. Schwierig gestaltet sich auch die Registrierung der neuen Flüchtlinge. Der Landkreis benutzt die Software des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Diese Daten können jedoch nicht an das Land transferiert werden, weil dort eine andere Software benutzt wird. „Somit müssen die Leute dort noch einmal erfasst werden“, berichtet Galeotti. Ohnehin habe der Landkreis noch keine Erkenntnisse, wie mit den Flüchtlingen verfahren werden soll, wenn die vier Wochen abgelaufen sind, für die das Land um Amtshilfe gebeten hatte. Denkbar wäre es, einen Teil der Menschen hier zu behalten. Diese könnten dann auf die reguläre Quote angerechnet werden.

Für die Flüchtlinge, die außerhalb der Amtshilfe nach Wildeshausen kommen und somit unter die Quote fallen, wird die Sporthalle an der Hunteschule eingerichtet. Mit den Modernisierungen der Sanitäranlage haben die Handwerker aber noch nicht begonnen. Ziel ist es, die Halle bis Mitte November so vorzubereiten, dass sie Flüchtlingen Platz bietet, die nicht mehr in dezentralen Unterkünften untergebracht werden können.

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