Rossmann möchte Geschäft in Wildeshausen erweitern

„Magnet“ mit mehr Anziehungskraft?

Das neben Rossmann liegende Ladenlokal wird derzeit entkernt und modernisiert. Ab dem Sommer könnte sich Rossmann dort ansiedeln. Foto: dr

Wildeshausen – Die Drogeriekette Rossmann würde gerne ihre Verkaufsfläche an der Westerstraße in Wildeshausen um rund 270 Quadratmeter vergrößern. Die Gelegenheit ist günstig, denn in dem Wohn- und Geschäftshaus sind seit wenigen Wochen die nebenan liegenden Erdgeschossflächen verfügbar, weil die Modekette Madison in die Insolvenz gegangen ist.

„Ich habe mich mit dem Insolvenzverwalter von Madison geeinigt. Das Mietverhältnis endete vorzeitig am 31. Dezember“, bestätigte der Wildeshauser Hauseigentümer Thomas Kramer. Von daher sei der Weg für ihn frei gewesen, nun die Verkaufsräume genau unter die Lupe zu nehmen und Pläne für die Modernisierung zu entwerfen.

Gespräche „recht weit“ vorangekommen

Kramer berichtete zudem auf Nachfrage unserer Zeitung, dass er „recht weit“ in den Gesprächen mit Rossmann sei. „Ich bin davon überzeugt, dass das klappen wird“, zeigte er sich sehr optimistisch. Er habe zwar lukrative Angebote von potenziellen Mietern vorliegen. Doch Rossmann sei einfach ein „Magnet“ für die Wildeshauser Innenstadt und für ihn ein verlässlicher Partner. „Da kann man nicht nur auf das Geld schauen.“

Derzeitige Verkaufsfläche reicht nicht aus

Die Drogeriekette hatte ihre Filiale am 22. Juli 2005 an der Westerstraße eröffnet. Nach Auskunft des Rossmann-Expansionsmanagers Stefan Wittassek ist die aktuelle Verkaufsfläche von rund 500 Quadratmetern mittlerweile aber zu gering für einen modernen Markt, der alle Produkte verfügbar haben soll. Man sei mit dem Standort und der Kundenresonanz in Wildeshausen sehr zufrieden und würde sich freuen, wenn eine Erweiterung klappen könnte, die Rossmann weiter stärken würde.

Es gibt noch keinen Vertrag

Danach sieht es wohl aus, obwohl Wittassek von „ergebnisoffenen Gesprächen“ spricht, und laut Kramer weder eine schriftliche Vereinbarung vorliegt noch ein Vertrag unterschrieben worden ist.

Derzeit lässt der Inhaber zunächst das leer stehende Ladenlokal entkernen und die Deckenverkleidung entfernen. Vor dem Geschäft steht ein großer Container, Bauarbeiter räumen Schutt aus dem Laden. Er müsse den Bereich komplett modernisieren, so Kramer. Für die Technik, Energieeinsparung und den Brandschutz seien hohe Investitionen nötig. Das lohne sich aber, weil die Räume dann für die nächsten Jahre auf Vordermann gebracht würden.

Geschäftshaus ist rund 120 Jahre alt

Das auffällige Haus mit der Jugendstilfassade wurde vor rund 120 Jahren von Johann Kramer gebaut. Zunächst betrieb er dort einen Kolonialwarenladen. Erika und Bernhard Kramer eröffneten später an gleicher Stelle ein Textilhaus. Danach zog ab Ende der 1970er-Jahre das Bekleidungsgeschäft Dieler ein, das jetzt aber auch schon seit 15 Jahren an der Huntestraße beheimatet ist.  dr

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