Jan Phillip Lehmker bringt Zuschauer im Gymnasium zum Grübeln

Magische Künste erstaunen Publikum

Vielseitig: Jan Phillip Lehmker zeigte Kunststücke mit Ballon und Sherlock-Holmes-Buch. Fotos: Rinne

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Mit einer gelungenen Mischung aus Magie und Entertainment hat Jan Phillip Lehmker am Samstagabend das Publikum im Forum des Gymnasiums Wildeshausen verzaubert. „Kühlschrankmagie“ heißt das erste Bühnenprogramm des Magiers aus Bennigsen bei Hannover. Zunächst war nur der blau-weiß bemalte Kühlschrank schemenhaft auf der Bühne zu erkennen. Weiß stieg dann der Kunstnebel empor, als Lehmker im Scheinwerferkegel erschien. Mit Charme und Witz zog er die rund 90 Zuschauer sofort in seinen Bann.

Aber warum der Titel Kühlschrankmagie? Lehmker erklärt es in drei kurzen Sätzen: „Statistisch gesehen besitzt jeder Deutsche einen Kühlschrank. Jedoch weiß kaum jemand, dass er viel mehr kann, als nur zu kühlen. Anders als bei anderen Magiern ist mein Motto nicht ,höher, schneller, weiter‘, denn jedes meiner Requisiten passt in den Kühlschrank.“

Seine Show gestaltete der Künstler interaktiv. Er warf mal einen Spielzeughammer, mal einen Ball in die Runde, um seinen nächsten Trickpartner zu bestimmen. Als Erstes ließ er sich vom Publikum vier Buchstaben nennen, um daraus einen hübscheren Namen für seine „Assistentin“ Adeltraud zu bilden. Mit „Lepes“ war schnell ein Name für das Plüschtier gefunden. Nun bat Lehmker Louis, einen Jugendlichen aus dem Publikum, auf die Bühne, um dort den Namen auf dem Halsband des bunten Plüsch-Einhorns vorzulesen. Das Ergebnis sorgte bei den Zuschauern für einen Wow-Effekt: Auf dem Halsband stand tatsächlich „Lepes“.

Die zweite Nummer schien zunächst in eine ganz andere Richtung zu gehen. Rücken an Rücken stand Lehmker mit Zuschauerein Ines auf der Bühne. Sie sollte einen Sherlock-Holmes-Band aufschlagen und die Seitenzahl nennen. Es war die 46. Nun zog er, ohne dass die Zuschauerkandidatin es sah, das gleiche Buch hervor und zitierte von der Seite. Zeile für Zeile stimmte. Das Publikum im Forum hielt die Szene für einen Scherz auf Kosten der jungen Frau und quittierte die Aktion mit schadenfrohem Lachen. Dieses ging allerdings in Staunen über, als Lehmker Ines und den Zuschauern die leeren Seiten seines Bandes zeigte.

Einen Umweltbonus gab es für einen Euro obendrauf. Am Ende erklärte Lehmker die Aktion „Bäume staunen“. Mit dem Projektpartner „Plant-for-the-Planet“ sammeln Magier Geld für Neuanpflanzungen von Bäumen. Der Preis liegt bei den professionell organisierten Wiederaufforstungen bei genau diesem einen Euro pro Baum, hieß es. Im Gegenzug bekamen die Spender einen Sticker mit der Aufschrift „Ich habe einen Baum gestaunt“. 61 Euro kamen für 61 Bäume zusammen. Also diente der Abend nicht nur der Unterhaltung, sondern hinterließ auch einen bleibenden Effekt.

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