Kompromiss sieht Verzicht auf Schultausch vor

CDW macht es dringend: Schulanbau an die Sporthalle

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An die Sporthalle der St.-Peter-Schule soll angebaut werden. Die CDW-Fraktion möchte diese Räume der Grundschule zur Verfügung stellen, die dann nicht umziehen müsste.

Wildeshausen - Mit einem Dringlichkeitsantrag für den Schulausschuss am 7. November reagiert die CDW-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat auf eine jüngst diskutierte Vorlage der Landkreisverwaltung zum möglichen Schultausch der Hunte- und der St.-Peter-Schule. Die CDW möchte kurzfristig den Anbau eines Grundschulzuges mit vier Unterrichts- und zwei Gruppenräumen an die Sporthalle der St.-Peter-Schule realisieren.

Dieser könnte dann von der katholischen Grundschule genutzt werden, während die Holbeinschule einen kompletten Trakt der Nachbareinrichtung erhalten würde, so die Christdemokraten.

Damit stützt sich die Fraktion auf schon vorliegende Planungen der Stadt, die einen Anbau an die Sporthalle für die Hunteschule ermöglichen möchte.

„Es kann nicht unser Ziel sein, das schulische Angebot in Wildeshausen einzuschränken“, schreibt CDW-Fraktionsvorsitzender Stephan Rollié in seinem Antrag. „Eine Förderschule gehört zu Wildeshausen.“ Und diese solle am besten am alten Standort bleiben.

Der Politiker erinnert daran, dass die bisherigen Beschlüsse des Rates auf der Grundlage gefasst wurden, dass die Stadt 550.000 Euro für die Rückübertragung der Hunteschule zahlen soll. Die Vorlage der Kreisverwaltung erwarte jedoch nun eine Kompensationszahlung von 628.117 Euro – also deutlich mehr, erklärt Rollié. 

„Durch die vom Kreis in der Beschlussvorlage formulierte unbefristete Bedingung, dass die Liegenschaft Hunteschule ausschließlich für allgemeinbildende Schulzwecke genutzt werden darf, wird das Gebäude zudem zu einer Spezialimmobilie und somit im Verkehrswert sowie der Nutzung extrem eingeschränkt“, kritisiert die CDW. „Diese Formulierung ist einfach inakzeptabel.“

Tauschkosten von 2,9 Millionen Euro

Erschwerend komme hinzu, dass die Kreisverwaltung weitere Nachbesserungen erwartet, indem zusätzlicher Platz für ein Schulsekretariat sowie die Erste-Hilfe notwendig geschaffen wird.

„Es ist schon jetzt abzusehen, dass die veranschlagten Kosten bei einem Tausch der Liegenschaften bei mindestens 2,9 Millionen Euro liegen werden“, so Rollié. Und in der Kalkulation seien die Kosten für baulichen Veränderungen, wie Bushaltestellen, Ampelanlagen oder Lehrerparkplätzen noch gar nicht enthalten. Das gesetzlich vorgeschriebene pädagogische Raumkonzept der St.-Peter-Schule für das Gebäude an der Heemstraße sei auch noch nicht eingeplant.

„Somit ist die Veranschlagung von Gesamtkosten in Höhe von vier bis fünf Millionen durchaus realistisch“, rechnet die CDW und verweist in ihrem Antrag darauf, dass die Stadt mit dem Verzicht auf den Tausch der Schulgebäude mindestens drei Millionen Euro sparen könnte. 

„Unser Kompromissvorschlag hilft, über einen längeren Zeitraum den Raumbedarf zu decken und zudem ein Minimum an Kosten zu verursachen. Denn selbst die Schülerzahlen sagen bis zum Jahr 2024 eine maximale Fünfzügigkeit an diesem Standort voraus“, schließt Rollié. „Verwaltung und Stadtrat gewinnen somit Zeit, in Ruhe über die zukünftigen Bildungsangebote der Stadt Wildeshausen nachzudenken.“

dr

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