„Lust und Frust-Analyse“ nach Bezirksliga-Finale /Reibungsloser Ablauf

4000 friedliche Besucher und ein Wagen als Hindernis

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Wolfgang Sasse (r.) bedankt sich bei der A-Jugend.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Es gab einige Befürchtungen, dass das Bezirksliga-Finale am 29. Mai zwischen dem VfL Wildeshausen und Atlas Delmenhorst nicht ganz friedlich verlaufen könnte. Immerhin waren 4000 Menschen im Stadion, und das kommt in der Kreisstadt so häufig auch nicht vor. Nun zogen Veranstalter und Polizei eine sehr positive Bilanz bei Bratwurst und Bier.

Wann hatte es das zum letzten Mal in Wildeshausen gegeben? Es ist einige Jahre her, dass der Blödel-Barde Otto 5000 Menschen ins Krandelstadion lockte. Damals gab es aber noch keine Tribüne, und ein Teil der Vereinsgebäude stand auch noch nicht. Also deutlich mehr Platz für viele Menschen. Und: Es trafen keine gegnerischen Lager aufeinander.

Die Vorgaben der Stadt waren ganz klar: Nicht mehr als 4000 Menschen durften in das Stadion. Zusammen mit dem Organisationsteam, das aus Vereinfunktionären, der Polizei, und der Firma Kühling als Gastronom bestand, stellte VfL-Vorsitzender Wolfgang Sasse einen exakten Ablaufplan auf, der dazu führte, dass kleine Reibereien zwischen Fans im Keim erstickt wurden, die Zuschauer geordnet ihre Plätze fanden und die Versorgung der Besucher ohne Engpässe vonstatten ging. Machbar war das alles nur, weil viele Ehrenamtliche halfen und sich rund um das Stadion engagierten. „Alles hat funktioniert“, freute sich Sasse am Freitag bei einer „Lust und Frust-Analyse“. Von Frust war allerdings nichts zu spüren, denn auch Harald Theile als Polizei-Einsatzleiter zeigte sich begeistert von dem friedlichen Fußballfest im Krandel.

„Die Aktion hat das Wir-Gefühl im Verein gestärkt“, erklärte Sasse und überreichte dem Mannschaftsführer der A-Jugend, Peter Schlüter, einen Scheck für die Abschlussfahrt. Die Jugendlichen hatten sich vor dem Spiel besonders eingesetzt und durften sich vor wenigen Tagen über den Klassenerhalt freuen.

Jetzt ist der Verein mit der Organisation der Landesliga-Saison beschäftigt, bei der aber wohl kaum einmal 4000 Besucher den Spielfeldrand säumen werden. Und zurück bleibt eine kleine Anekdote: Weil Polizei und VfL es versäumt hatten, eine zeitliche Begrenzung der Einbahnstraßen-Parkordnung auf der Glaner Straße festzusetzen, stand weit nach Spielschluss noch ein einziges Fahrzeug in Schrägstellung am Rand und gefährdete den Verkehr, der dann wieder in beide Richtungen erlaubt war. „Da hat der Bauhof spontan Baken mit Lichtern um den Wagen aufgestellt“, so Theile. „Wir haben keinen Strafzettel angebracht, weil es ja keine Aufhebung der Regelung gab.“ Der Wagen sei am nächsten Tag verschwunden gewesen.

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