Von Lungenuntersuchung bis Literaturtreffen

Internist Gereon Walther geht in den Ruhestand - und hat viele neue Pläne

Die Mediziner Uwe Panicke, Gaby und Gereon Walther sowie Eyk Heinrich mit den medizinischen Angestellten Inken Post, Alena Polenske, Larissa-Marie Lätzsch, Emira Schikho und Silke Berger (v.l) an einem der letzten Diensttage von Gereon Walther. - Foto: Rohdenburg
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Die Mediziner Uwe Panicke, Gaby und Gereon Walther sowie Eyk Heinrich mit den medizinischen Angestellten Inken Post, Alena Polenske, Larissa-Marie Lätzsch, Emira Schikho und Silke Berger (v.l) an einem der letzten Diensttage von Gereon Walther.

Wildeshausen - Gereon Walther gehört zu den Gründern des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in der Wildeshauser Geest. Der Internist kennt Hunderte Menschen aus der Region aus einem ganz speziellen Blickwinkel, da er unter anderem Magen- und Darmspiegelungen vornahm sowie Erkrankungen des Herzens, der Blutgefäße, der Lunge sowie Schilddrüse diagnostizierte und behandelte. Jetzt allerdings kann der 66-Jährige ganz entspannt Sätze sezieren, Gedanken ordnen und sie in einem Literaturkreis vortragen.

Walther ist in den Ruhestand gegangen und hat seine Anteile am MVZ veräußert. Die Verbindung zum Gesundheitszentrum bleibt jedoch, weil seine Frau Gaby dort noch einige Jahre weiterpraktizieren wird.

Das Ehepaar war 1991 nach Wildeshausen gekommen, weil sich der Gatte mit einer Praxis niederlassen wollte. Die Stadt lag ideal zwischen den beiden bisherigen Lebensmittelpunkten der Walthers in Hamburg und Münster, sodass die Mediziner beschlossen, an der Bahnhofstraße eine Praxis zu eröffnen.

2006 zogen die Ärzte jedoch in das Gebäude des Johanneums um, wo sie mit Dr. Reinhard Wangerin eine Gemeinschaftspraxis betrieben. Durch die Aufnahme des Kardiologen Dr. Uwe Panicke 2008 wurde aus dieser das erste Medizinische Versorgungszentrum in Wildeshausen. 2016 erweiterte die Aufnahme des Gastroenterologen Dr. Eyk Heinrich das medizinische Spektrum dann noch einmal.

Alexander Starke wird Walthers Nachfolger

Arbeit gab es dabei offenbar genug, denn in der Kartei des MVZ stehen rund 40.000 Patienten. Als Nachfolger wird übrigens Alexander Starke als Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie der Gemeinschaft beitreten.

Für den Ruhestand hat sich Gereon Walther einiges vorgenommen. Denn allzuoft hat er nach eigenen Angaben bei Patienten erlebt, dass diese nach dem Berufsleben deutlich abbauten. „Das soll mir nicht passieren“, sagt der 66-Jährige, der bereits in den vergangenen Jahren seine Arbeitszeit reduziert hat.

„Ich habe vor, literarisch zu wirken“, berichtet er. „Und zwar mit Menschen, die sich mit Erlebnissen beschäftigen, die für sie selbst von großer Bedeutung sind.“ Die Idee stamme aus seinen Sprechstunden. „Immer, wenn Patienten von bewegenden Dingen berichtet haben, habe ich ihnen gesagt, dass sie ihre Gedanken aufschreiben sollen“, so Walther. 

Der Internist will sich mit Literatur beschäftigen

„Außerdem habe ich natürlich Erfahrungen, nicht zuletzt durch die unzähligen Arztbriefe, die ich schreiben musste. Ich weiß daher, dass sich im Kopf etwas ganz anderes abspielt, wenn man sich in seinem Ausdruck festlegen muss.“ Dieser Vorgang und eine anschließende Diskussion, am besten im kleinen Kreis, könne heilsam oder auch bewusstseinserweiternd wirken.

Dem Mediziner schwebt vor, eine Art Literaturkreis zu gründen, der mit seinen Werken aber auch in die Öffentlichkeit tritt.

Weitere Interessen von Walther sind Blues-, Pop- und Weltmusik, die er im Internet bei You-Tube unter „Gereons best“ gelistet hat. Seit 30 Jahren betreibt er mit seiner Ehefrau Gesellschaftstanz beim SC Wildeshausen, seit zwei Jahren tanzen sie im Wildeshauser Tanzzentrum. Vielseitig wie er ist, interessiert sich Walther zudem für Kochen und Backen. Darauf kann sich dann seine Frau freuen, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt.

dr

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