Netzwerk ist jetzt ein Verein und bietet ab nächstem Jahr seine Dienste an

Lückenschluss für Senioren

Stellten das Konzept des „SeniorenNetzwerkes“ vor: Renate Nagel und Manfred Huisinga. Foto: dr

Wildeshausen – Anfang des kommenden Jahres wird das „SeniorenNetzwerk Wildeshausen“ offiziell an den Start gehen und älteren Menschen seine Dienstleistungen anbieten. Das teilte der Vorstand des am 16. Oktober gegründeten Vereins den Mitgliedern des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie kürzlich mit. Seit Mitte vergangener Woche haben die Initiatoren zudem eine erste Bleibe in der Wildeshauser Innenstadt gefunden. Sie dürfen die Räume der Fahrschule Mammen an der Sögestraße unentgeltlich am Montag von 15 bis 17 Uhr und am Donnerstag von 12 bis 14 Uhr für die Beratung nutzen.

Das Vorstandsteam aus Renate Nagel und Manfred Huisinga betonte vor den Politikern, dass das neue Netzwerk keine Doppelstrukturen zu bestehenden Angeboten schaffen will. Aber in Wildeshausen habe es bislang keine Initiativen wie in Dötlingen („Wi helpt di“) gegeben, die geeignet seien, Senioren im Alltag Hilfestellungen zu geben. Das Angebot des Netzwerks sei ausdrücklich als Ergänzung zur professionellen Pflege gedacht und soll in Zusammenarbeit mit der Freiwilligenagentur „mischMIT!“ aufgebaut werden. „Wir schließen die Lücke zwischen Pflege, Hausarbeit und Muße“, so Huisinga. Ziel solle es sein, ehrenamtliche Seniorenbegleiter in Privathaushalte zu vermitteln. So könnten die Helfer bei Hausarbeiten unterstützen, mit den älteren Menschen Kaffee trinken, spazieren gehen, spielen oder einfach nur klönen.

Über den Verein sei es möglich, Spendenquittungen auszustellen, die Mitglieder zu versichern, monatliche Abrechnungen mit den unterstützten Senioren und den Begleitern zu gewährleisten sowie die Weiterbildung von Ehrenamtlichen zu forcieren, erklärte Nagel.

Während Anne Grafe-Weibrecht vom Wildeshauser Seniorenbeirat in der Sitzung kritisierte, dass Mitglieder Beiträge zahlen müssen und doppelte Strukturen zur Arbeit des Seniorenstützpunktes im Landkreis geschaffen werden, betonte Nagel, dass der Stützpunkt sehr froh sei, dass es in Wildeshausen das neue ergänzende Angebot gibt. Frank Stöver (CDW) lobte: „Sie schließen eine Lücke.“ Stefan Brors (CDW) führte aus: „Nicht alle alten Menschen müssen in ein Pflegeheim. Das Angebot ist für Senioren, die noch in der eigenen Wohnung leben, hervorragend.“ Auch Klaus Schultze (Grüne) fand: „Wir hätten das damals für unsere Mutter brauchen können, weil alle Kinder in der Welt verstreut leben. Ihnen gebührt großer Respekt. Vielen Dank.“

Für die Stadt Wildeshausen gibt es derzeit keine Verpflichtung, das Netzwerk finanziell zu fördern. In der Zukunft könnten allerdings Anträge gestellt werden. Der Verein „Wi helpt di“ wird von der Gemeinde Dötlingen mit Verwaltungskapazitäten unterstützt.  dr

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