Lokal im „Hannoverschen Hof“ öffnet offiziell am 22. April

In der „Gildestube“ stehen Frikadellen auf dem Tresen

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So etwa soll es nach den Vorstellungen von Jürgen Luthardt in rund zwei Monaten in der „Gildestube im Hannoverschen Hof“ aussehen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Bis Mitte der 1920er-Jahre haben viele Kutschen am „Hannoverschen Hof“ in der Wittekindstadt Station gemacht. Bis vor gar nicht langer Zeit zeugten im hinteren Bereich noch einige Stallräume davon. Und jetzt? Handwerker haben Einzug gehalten, machen aus dem riesigen Gastronomiebetrieb die „Gildestube im Hannoverschen Hof“. Investor Jürgen Luthardt weiß genau, was er will.

Vor rund 20 Jahren hat er das Gebäude erworben. Für ihn steht fest: „Es wird auf keinen Fall ein Schickimicki-Restaurant. Hier sollen und werden sich alle wohlfühlen.“ Es werde eine Lokalität mit Kneipencharakter: „Da stehen dann auch Frikadellen und Sol-Eier auf dem Tresen, der 18 Personen Platz bietet.“

Von der Theke ist allerdings noch nichts zu sehen. Derzeit krempeln die Handwerker alles von oben nach unten: Keine Fliese bleibt an der Wand, und kein Fußboden bleibt drinnen. Selbst Toiletten und Küche werden komplett erneuert, mit sämtlichen Ver- und Entsorgungsleitungen. „Wir haben die Räume praktisch entkernt, um sie vernünftig wieder herrichten zu können“, betont Luthardt. Unter anderem mussten Leitungen in den Wänden verschwinden, da sie noch auf Putz verlegt waren. Nach eigenen Angaben nimmt Luthardt mehr als 500000 Euro in die Hand, um aus dem Lokal das zu machen, was er sich vorstellt.

Seine Vorstellungen sind konkret: „Wir werden hier im eigentlichen Lokal viele Leder-Sitzmöglichkeiten an rustikalen Tischen haben, der Fußboden wird aus Eiche erstellt. An der Theke stehen natürlich Barhocker, wie es sich für ein zünftiges Lokal gehört.“ Der eigentliche Restaurantbereich werde abgeteilt und biete knapp 40 Personen Platz: „Die gleiche Zahl findet in der Gaststätte Sitzgelegenheiten, wobei Essen natürlich in sämtlichen Räumen serviert wird.“ In der Küche stünden die Köche, die bis zum Jahresende im Restaurant Wolters beschäftigt waren: „Sie sorgen für eine gute deutsche Küche.“

Wenn Luthardt von Räumen spricht, meint er damit auch die Clubzimmer, die zwischen zehn und 20 Personen aufnehmen und über eigene Theken verfügen. „Insgesamt haben wir eine Grundfläche von rund 500 Quadratmetern, inklusive Sanitärräume und Küche“, so Luthardt.

Raum genug also, um auch verschiedenen Clubs Platz zu bieten. „Ich weiß, dass sich einige Gildeclubs und andere Stammtische schon für unser Haus interessieren“, erzählt Luthardt. Darum habe er mit der Namensgebung Wert darauf gelegt, die Verbindung zur Gilde herzustellen: „Als ich vor 50 Jahren König geworden bin, wurde ich hierher gebracht und von hier abgeholt.“ In Zukunft müsse auch die Wache mit ihrem Ball nicht ausweichen.

Während die Geschäftsführung über Niels Luthardt und Oliver Nicolai vom „Wildeshauser Hof“ läuft, übernimmt Holger Munke in der „Gildestube“ den Posten des Restaurantleiters.

Die Entscheidung, das Lokal komplett umzukrempeln, fiel, als Barbara Wolters mitgeteilt hat, dass ihr Restaurant geschlossen und abgerissen wird: „Damit wurde der Stadt eine Gastronomie genommen, die alles geboten hat. Aus diesem Grund habe ich gesagt, dass ich etwas machen werde.“ Es sei wichtig für Wildeshausen, dass ein Haus geboten wird, in dem sämtliche Veranstaltungen und Feiern über die Bühne gehen können: „Schließlich gehört ja auch der ,Reitersaal‘ dazu.“

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