Betrieb läuft ab dem 2. Juli an / Corona-Einschränkungen für Zuschauer

LiLi-Servicekino öffnet wieder

„Kino kommt wieder“: Das LiLi-Kino macht seine Ankündigung wahr. 
ArchivFoto: dr
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„Kino kommt wieder“: Das LiLi-Kino macht seine Ankündigung wahr. ArchivFoto: dr

Wildeshausen – Das LiLi-Servicekino in Wildeshausen öffnet am Donnerstag, 2. Juli, wieder für Zuschauer. Seit Mitte März war der Betrieb wegen der Corona-Pandemie geschlossen gewesen. „Ich finde es toll, dass es wieder losgeht. Wir starten vorsichtig durch“, freut sich Theaterleiter Heinz Rigbers darüber, dass er nach dreieinhalb Monaten wieder Filme vor Publikum zeigen darf. Allerdings gelten Einschränkungen, um das Infektionsrisiko zu verringern. So müssen die Besucher auch während der Vorführung einen Mund-Nase-Schutz tragen. „Wir sind das einzige Bundesland, in dem diese Pflicht während der Vorstellung gilt“, ärgert sich Rigbers. „Ich hoffe, bis zum 2. Juli ist das vom Tisch.“ In anderen Bundesländern seien vergleichbare Regelungen auch schnell wieder gekippt worden.

Die Zuschauer sitzen schachbrettartig versetzt, sodass die Abstände nach links und rechts genau wie nach hinten und vorne eingehalten werden. „Wenn in Reihe neun die Sitze eins und zwei besetzt sind, können in Reihe zehn die Plätze drei und vier belegt werden“, erklärt Rigbers. Die Regelungen würden über das Kassensystem Anwendung finden.

Wer sich einen Film anschauen möchte, muss seine Kontaktdaten hinterlassen – ähnlich wie beim Restaurant und Friseur. Das geht vor Ort an der Kasse oder auf der Homepage des Kinos. Auf Letzterer sollen spätestens ab Montag, 29. Juni, Reservierungen möglich sein, sagt Rigbers, der gerade alles für die Wiedereröffnung vorbereitet.

Auf das Bier oder Naschereien zum Film müssen die Kinobesucher nicht verzichten. „Es wird einen Service am Platz geben“, versichert der Theaterleiter, der trotz des gestiegenen Aufwands keine höheren Preise verlangen will.

Allerdings wird es erst einmal weniger Vorführungen als vor der Krise geben. Werktags soll ein Film abends gezeigt werden. Samstags und sonntags sind jeweils zwei Streifen pro Tag geplant – einer nachmittags, einer abends. Außerdem ist zumindest vorübergehend der Montag ab jetzt Ruhetag im LiLi-Kino.

In der ersten Woche laufen die „Känguru-Chroniken“, eine deutsche Komödie, die sich um den Kleinkünstler Marc-Uwe dreht, der mit einem Känguru zusammen in einer WG lebt. Es handelt sich um die Verfilmung der gleichnamigen Textsammlungen von Marc-Uwe Kling, der auch das Drehbuch für den Film geschrieben hat.

Ebenfalls zu sehen sein wird „Enkel für Anfänger“. Darin geht es um drei kinderlose Senioren, unter anderem dargestellt von Heiner Lauterbach, die über eine Agentur für Leih-Großeltern Paten-Enkel aufnehmen.

Eigentlich wären beide Filme schon angelaufen, aber gerade, als es losgehen sollte, kam Corona dazwischen. „Wir wissen, dass es schwer für uns werden wird, weil die großen Blockbuster fehlen“, stellt sich Rigbers darauf ein, dass nicht sofort alles wieder wie vor der Krise ist. Unter anderem wurde der neue James-Bond-Streifen auf Ende des Jahres verlegt. Aber immerhin können die Wildeshauser jetzt wieder in ihr Kino an der Huntestraße.

Von Ove Bornholt

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