Aufzug in der Häusing

Wildeshausen: Per Lift in den historischen Rathaussaal

+
So könnte es aussehen, wenn der Fahrstuhl in der Häusing hinter dem Rathaus installiert ist. 

Wildeshausen - Mit dem Fahrstuhl in den historischen Rathaussaal von Wildeshausen gelangen – diese Möglichkeit vermissen Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer schon seit vielen Jahren. Nun ist dank eines Modellversuchs eine Förderung in Höhe von 50 .000 Euro zum Einbau eines Liftes zugesagt worden, und auch die Politik befürwortet das Projekt.

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt hat das Vorhaben einstimmig empfohlen. Nun muss nur noch der Verwaltungsausschuss am Donnerstag die nötigen Mittel in Höhe von voraussichtlich 200. 000 Euro bereitstellen.

Da das Rathaus unter Denkmalschutz steht, muss bei Veränderungswünschen sehr genau geprüft werden, wie sie realisiert werden können. Hier war die untere Denkmalschutzbehörde in die Beratungen eingebunden und hat ihre Zustimmung gegeben.

„Inklusion ist ein großes gesellschaftliches Thema“, machte Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge deutlich. Er hatte sich intensiv darum bemüht, eine praktikable Lösung zu finden. 2017 hatte die Stadt bereits einen mobilen Treppenlift erworben, um Gehbehinderte über den Haupteingang in den Saal zu transportieren. Eine optimale Lösung war das aber nicht, zumal dafür immer eine Begleitperson nötig war.

Der Aufzug soll zwischen den Häusern „kleben“

Um den Belangen des Denkmalschutzes zu genügen, wird der neue Fahrstuhl nun in der Häusing zwischen dem Rathaus und dem Kaufhaus Schnittker am Markt installiert. „Das ist der geringste Eingriff in die historische Gebäudesubstanz“, so Ufferfilge mit Verweis darauf, dass in dem Bereich ohnehin schon ein Notausgang mit Treppe existiert.

Der Fahrstuhl dürfte schätzungsweise 80.000 Euro kosten. Er bekommt eine Überdachung im vorderen Bereich und einen Windschutz aus Glas. Mit einer Breite von 1,84 und einer Tiefe von 2,25 Metern ist im Lift Platz für eine Begleitperson. 

Es soll jedoch auf jeden Fall auch für einen Rollstuhlfahrer allein möglich sein, das Rathaus zu betreten. Der Fahrstuhl wird aber voraussichtlich nur zu Veranstaltungen im Saal genutzt werden können. Damit soll einem Missbrauch vorgebeugt werden.

Auch innerhalb des Rathauses werden Barrieren abgebaut

Der Rollstuhlfahrer kommt zukünftig in der ersten Etage im Technikraum neben dem Saal an. Dieser muss ebenfalls gründlich saniert werden. In diesem Rahmen fällt auch ein störender Absatz im Boden weg.

„Denken Sie an all die Veranstaltungen, die 2020 während des Stadtjubiläums stattfinden“, warb Ufferfilge für eine zügige Umsetzung des Projektes. Die Gelegenheit sei einmalig günstig, nun endlich den barrierefreien Zugang zu ermöglichen. - dr

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

CHP-Kandidat Ince erkennt Erdogan-Sieg bei Türkei-Wahl an

CHP-Kandidat Ince erkennt Erdogan-Sieg bei Türkei-Wahl an

Kreisfeuerwehrtag des Heidekreises in Brochdorf

Kreisfeuerwehrtag des Heidekreises in Brochdorf

Wie werde ich Fachangestellter in der Bibliothek?

Wie werde ich Fachangestellter in der Bibliothek?

Tag des Sports in Sulingen

Tag des Sports in Sulingen

Meistgelesene Artikel

Zwei Menschen sterben nach Unfall in Wardenburg

Zwei Menschen sterben nach Unfall in Wardenburg

312 000 Euro Erlös für ehemaligen Kindergarten

312 000 Euro Erlös für ehemaligen Kindergarten

Nordmann plant Braugasthaus in der Villa Knagge

Nordmann plant Braugasthaus in der Villa Knagge

Erschreckende Bilanz der Geschwindigkeitskontrollwoche im Landkreis

Erschreckende Bilanz der Geschwindigkeitskontrollwoche im Landkreis

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.