Heidi und Klaus Petersen feiern heute ihre diamantene Hochzeit

Liebe während des Gildefests: „Er kam, sah und siegte“

Klaus und Heidi Petersen lernten sich 1957 beim Gildefest kennen und lieben. Foto: bor

Wildeshausen – Er konnte es nicht ahnen, aber als der 15-jährige Klaus Petersen am Pfingstdienstag 1957 mit dem Spielmannszug durch Wildeshausen marschierte, tat er das unter den Augen seiner künftigen Ehefrau. Heidi Sprengel aus Zwischenbrücken, damals 16, hatte ein Auge auf den jungen Flüchtling aus Oberschlesien in seiner „wunderschönen Uniform“ geworfen, wie sie sich erinnert. Und nachdem der Einmarsch in die Stadt vorbei war, liefen sich die beiden bei der Alten Apotheke am Marktplatz über den Weg. „Er kam, sah und siegte“, war Heidi Sprengel ganz hin und weg. Aber auch ihr Zukünftiger war mehr als angetan. „Wir sind beide aufeinander zugegangen“, sagt Heidi Sprengel.

Zwei Jahre später, am 22. Mai 1959, läuteten die Hochzeitsglocken. Allerdings nicht in Wildeshausen, sondern in Oldenburg. Diese Heimlichtuerei hatte mehrere Gründe. Beide waren noch nicht 18, mussten sich zuvor eine Ausnahmegenehmigung für die Heirat holen, und die jüngste Tochter, Birgit, hatte schon das Licht der Welt erblickt. Außerdem war er katholisch und sie evangelisch. Alles Umstände, die im Wildeshausen der Nachkriegszeit nicht so gerne gesehen waren. Aber das hielt die beiden nicht ab. Inzwischen haben sich zu dem vorehelichen Kind noch eine Tochter, Susann, und ein Sohn, Claus-Jörg, hinzugesellt. Die Petermanns haben außerdem sieben Enkel- und drei Urenkelkinder. Das Diamantpaar will sein Hochzeitsjubiläum mit der großen Familie feiern.

Klaus Petersen hat eine Lehre bei Maler Meier in Wildeshausen absolviert, ist danach allerdings als Soldat zur Bundeswehr gegangen. 14 Jahre diente er beim Panzergrenadierbataillon 312 in Adelheide, und von 1974 bis 1986 war er Spieß der zweiten und dritten Kompanie des Panzerartilleriebataillons 315 in Wildeshausen. Es folgten Verwendungen in Lotte und Oldenburg, ehe er in Pension ging. Ehefrau Heidi arbeitete als Bürokauffrau in Wildeshausen, ehe sie sich größtenteils den Kindern widmete. Später putzte sie jahrelang bei den Berufsbildenden Schulen.

Die Familie lebte lange Zeit in Delmenhorst, bevor es in den 1970er-Jahren zurück ins Sprengel-Elternhaus an der Harpstedter Straße nach Wildeshausen ging. An einen Neubau in der Kreisstadt war wegen der hohen Quadratmeterpreise, 120 Mark pro Quadratmeter, jedoch nicht zu denken, sodass die Petersens nach Großenkneten, 30 Mark pro Quadratmeter, gingen. Vor ein paar Jahren zogen die beiden aus Altersgründen an die Heemstraße in der Kreisstadt, wo sie Tür an Tür mit der Familie ihrer ältesten Tochter leben. Und das Erfolgsgeheimnis ihrer Ehe? „Wir gehen nie im Streit ins Bett. Vorher haben wir das geregelt“, sagt Klaus Petersen. 

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