Wildeshauser Innenstadt soll erhellt werden, um Kreativität zu steigern

Lichtkünstler überzeugt Ausschuss mit seinen Plänen

Der Brunnen auf dem Marktplatz ist im Vergleich zum grellen Schaufenster dezent beleuchtet. Foto: bor

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Geradezu dezent wirkte die Beleuchtung, die Lichtkünstler Michael Batz am Mittwochabend in der Wildeshauser Innenstadt vorführte – vor allem im Gegensatz zu den grell erleuchteten Schaufenstern drumherum. Mit großer Begeisterung reagierte der Ausschuss für Stadtentwicklung auf die Pläne des Hamburgers, der die Wildeshauser Innenstadt in ganz neuem Licht darstellen will. Jetzt soll er erst einmal ein Konzept erstellen, empfahl der Ausschuss einstimmig.

Knackpunkt bei der Umsetzung dürfte sein, inwiefern Ladenbetreiber in der Stadt bereit sind, ihre Beleuchtung zu reduzieren und einem Gesamtkonzept unterzuordnen. „Wenn Melcher sein Licht nicht runterfährt oder die Volksbank nicht dimmt, müssen wir gar nicht erst anfangen“, sagte Jens-Peter Hennken (CDW), der für Fingerspitzengefühl warb. Genau wie Lichtkünstler Batz: „Man muss sich an solche Themen herantasten und nicht sagen: Hier ist das Rezept, mach mal!“

Bei der Vorführung für die Ausschussmitglieder auf dem Marktplatz waren auch zahlreiche Kaufleute vom Handels- und Gewerbeverein dabei, die durchaus angetan waren. Sie werden also von Anfang an eingebunden.

Batz schwebt eine Beleuchtung aus einem Guss vor, die sich vom Cornauer Tor über Hunte- und Westerstraße sowie den Marktplatz mit Stadthaus und Brunnen bis zum Westertor zieht. Auch die Brücken über die Hunte bieten viel Potenzial, findet der Hamburger. „Neues Licht verändert sofort das Image der Stadt“, sagte er. Und es steigere die wirtschaftliche Attraktivität. Der Künstler möchte allerdings nicht auf starke Strahler, sondern größtenteils auf Helligkeit setzen, die der von Kerzen ähnelt und nicht blendet.

Oftmals müsse man einfach nur ein paar Akzente setzen, betonte Batz. Dafür brauche es erst einmal eine Bestandsanalyse, und im Anschluss schlägt er vor, die Beleuchtung der Geschäfte und Straßenlampen pauschal zu reduzieren. „Man braucht gar nicht so viel.“ Dieses Ausprobieren würde auch nichts kosten, sondern sogar Geld für Strom sparen.

Apropos Kosten: So richtig kam dazu im Ausschuss nichts auf den Tisch. Batz erklärte, er könne die finanziellen Folgen nicht beziffern, solange nicht klar sei, was genau gewollt ist. Daniela Baron vom Stadtmarketing hofft, Fördermittel zu generieren.

Die Mehrheit im Ausschuss war in Bezug auf die Kosten optimistisch. „Wenn man klein anfängt, kann ich mir vorstellen, dass wir das stemmen können“, so Gudrun Brockmeyer (CDW). Hedwig Jüchter (SPD) stellte die Frage in den Raum, wie viel der Handels- und Gewerbeverein übernehmen könnte, worauf Jens Kuraschinski für „kleine Schritte“ warb. Es müssten erst einmal Gespräche geführt werden.

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