Protest gegen Corona-Maßnahmen im Landkreis Oldenburg

Lichtermärsche und Rangeleien am Montagabend

Kundgebung in Wildeshausen: Die Querdenker-Szene blieb hier am Rande des Geschehens.
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Kundgebung in Wildeshausen: Die Querdenker-Szene blieb hier am Rande des Geschehens.

Landkreis – Wildeshausen, Hude, Ahlhorn, Delmenhorst – in der Region mehren sich die sogenannten Abend-Spaziergänge gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen. Die Polizei berichtete von weitgehend friedlichen Verläufen, war aber zumeist auch mit größerem Aufgebot vor Ort.

In Wildeshausen gab es am Montag bereits zum dritten Mal eine Kundgebung unter dem Motto „Nachdenken statt Querdenken“, um gegen diese Abend-Spaziergänge zu protestieren. Die Polizeipressestelle spricht für die angemeldete Veranstaltung auf dem Marktplatz von 50 Teilnehmern. 30 Personen, die der Querdenker-Szene zugeordnet wurden, hätten die Kundgebung beobachtend begleitet. Zu besonderen Vorfällen außer Zwischenrufen sei es nicht gekommen. Laut AfD-Mitteilung haben 17 Menschen einen Spaziergang in der Kreisstadt unternommen.

AfD kritisiert Polizei in Hude

Auch in Hude war laut Polizeipressesprecherin Ricarda von Seggern eine Kundgebung unter dem Motto „Nachdenken statt Querdenken“ angemeldet. Es hätten sich ab 18 Uhr rund 40 Personen beteiligt. Gleichzeitig hätten sich rund 80 Personen zu einem nicht angemeldeten Lichtermarsch mit Kerzen sowie Lichterketten – aber ohne Plakate oder Meinungskundgebung – in Hude versammelt und seien durch den Ort gelaufen. Der Lichtermarsch habe sich gegen 19.15 Uhr aufgelöst. Im Anschluss seien Gruppen der widerstreitenden Parteien aufeinandergetroffen, wobei es zu Schubsereien gekommen sei. Der AfD-Kreisverband sprach hingegen auf seiner Homepage von 150 Menschen in Hude, die am Abend-Spaziergang teilgenommen hätten. Hier seien auch zahlreiche Mitglieder und der Kreisvorstand der Partei ,Die Basis‘ sowie mehrere AfD-Vorstandsmitglieder um den Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Harm Rykena dabei gewesen“, teilte die AfD mit. Die Polizei habe sich wenig kooperativ verhalten, betont die Partei. Die Beamten hätten Teilnehmer bis in Wohngebiete verfolgt. Dort seien zwei Frauen von zwei Maskierten auf die Straße vor ein Auto geschubst worden.

Spaziergänge in Ahlhorn und Delmenhorst

Bei einem ersten Spaziergang dieser Art kamen laut AfD in Ahlhorn rund 20 Menschen zusammen, und legten unter anderem am Polizeistein Kerzen nieder. Vor Ort sei auch der AfD-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Großenkneten, Dierk Horstmann, gewesen.

Laut Polizei nahmen am Montag zudem 300 Personen an einer angemeldeten Versammlung gegen die Corona-Auflagen in Delmenhorst teil. Es habe sich um einen friedlichen Protest bürgerlichen Klientels gehandelt. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen.  

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