Gefährlicher Begegnungsverkehr an der Harpstedter Straße zwingt zum Handeln

In letzter Konsequenz hilft nur noch ein Halteverbot

Auf 237 Metern gilt auf beiden Seiten der Harpstedter Straße nun ein absolutes Halteverbot. Nicht jeder hält sich daran. - Foto: dr

Wildeshausen - Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Oldenburg hat mit einem aboluten Halteverbot auf einer Länge von 237 Metern auf den gefährlichen Begegnungsverkehr auf der Harpstedter Straße in Wildeshausen reagiert.

Da in dem Bereich zwischen Prinzessinnen- und Niedersachsenweg regelmäßig Autos am Straßenrand und auf den Nebenanlagen wie Fuß- und Radwegen parkten, konnten insbesondere Laster nicht mehr ungehindert weiterfahren. Wenn sie dann doch nach langer Wartezeit starteten, kam es öfter zu Situationen, dass entgegenkommende Autofahrer auf den Geh- und Radweg auswichen und damit nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer gefährdeten.

Die schwierige Situation an der Stelle war der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises schon mehrfach gemeldet worden. Vor wenigen Wochen hatte unsere Zeitung darüber berichtet.

„Grundsätzlich sind wir im Bereich der geschlossenen Ortschaft sehr sparsam mit Parkverboten“, so Heike Lüning vom Landkreis. Am Straßenrand parkende Autos machten durchaus Sinn, weil sie verkehrsberuhigend wirkten. Im Rahmen einer Begehung stellten Lüning sowie Vertreter der Polizei und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr jedoch fest, dass an der Harpstedter Straße Menschenleben gefährdet werden könnten. Zwar gab es dort bislang keine höhere Unfallhäufigkeit, doch die Situation spitzt sich zu, wenn mehrere Fahrzeuge am Straßenrand parken. „Ein Auto kann in diesem Bereich zwischen den parkenden Wagen einscheren. Ein Laster kann das aber nicht“, erklärt Lüning. Wenn ein großes Fahrzeug dann auf der Gegenfahrbahn sei, würden manche Autofahrer aber nicht warten, bis es den Bereich passiert habe. Es komme vielmehr immer wieder dazu, dass die Autofahrer auf den Radweg auswichen.

Das Halteverbot gilt nun unbegrenzt. Die Straßenverkehrsbehörde will den Bereich jedoch genau beobachten. Es gab schon erste Klagen von Anwohnern, dass nun vermehrt hinter dem Verbotsbereich geparkt wird. Offenbar stellen auch viele Autofahrer ihre Kraftfahrzeuge im verkehrsberuhigten Bereich der Seitenstraßen ab und blockieren so Stellflächen für die Anwohner.

Die Kontrolle der Harpstedter Straße und der Nebenstraßen liegt in der Zuständigkeit der Stadt Wildeshausen. Der Landkreis wird sich mit der Stadtverwaltung schon bald darüber verständigen, um zukünftig falsches Parken zu verhindern oder zu sanktionieren.

Ganz gezielt wurden die neuen Schilder in der Ferienzeit angebracht, damit sich die Beteiligten daran gewöhnen können. In diesen Wochen ist der Parkplatz des Europa-Hauses nicht ganz so stark frequentiert. Dennoch standen in den vergangenen Tagen wiederholt Autos im absoluten Halteverbot. - dr

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