Letzte Installationen, bevor die Flüchtlinge in die Sporthalle kommen

Erstaufnahme mit drei Funktionsbereichen

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Die Liegen stehen auf dem mit Laminat ausgelegten Boden bereit für die Flüchtlinge.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. In wenigen Stunden werden 100 Flüchtlinge die Kreisstadt Wildeshausen erreichen. Wenig Zeit für die Helfer, die Sporthalle des Gymnasiums vorzubereiten. Doch nicht nur diese. Die Mensa der benachbarten Hauptschule wird zur Essensausgabe, im Musiktrakt muss die Erstaufnahme mit Gesundheits-Check eingerichtet werden.

Am Freitagvormittag wurde die gesamte Halle mit Laminat ausgelegt. Lehrer des Gymnasiums und zwei Dutzend Schüler halfen in der fünften Stunde spontan, die Liegen aufzustellen und Absperrungen zu errichten. Unterdessen haben die professionellen Helfer viel zu tun. Roman Kaminski von den Maltesern teilt Trupps ein, die die drei verschiedenen Bereiche so vorbereiten, dass die Flüchtlinge reibungslos aufgenommen werden können. Tischler versperren unterdessen den Aufgang zu den Zuschauertribünen, damit niemand später von oben auf die zwei Areale mit jeweils 50 Betten sehen kann.

Elektromeister Andreas Scholz ist mit sieben Leuten vor Ort. „Wir betreuen die Halle auch sonst, doch das ist natürlich extrem“, sagt er. Am Donnerstagnachmittag erfuhr er, dass es einiges tun gibt. Ich habe dann alle Kunden angerufen und um Verständnis gebeten, dass wir Wichtigeres zu erledigen haben“, so Scholz. Am Freitag verlegte er Starkstromkabel, damit Waschmaschinen und Trockner angeschlossen werden können. Auch für die Telefone muss Strom fließen. Später wurden Fernseher installiert, die arabisches TV übertragen können.

Horst Strömer, Pressesprecher des Gymnasiums, rechnet nicht unbedingt damit, dass die Flüchtlinge nach den Herbstferien die Sporthalle schon wieder verlassen können. Aus diesem Grund ist geplant, den Sport der Schule im Forum und in der „Schulstraße“ sowie in einem weiteren Raum zu absolvieren.

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