Unternehmen ExxonMobil weist Gerüchte zurück

Leser haben Gasförderung als Ursache für Knall in Verdacht

Die ExxonMobil fördert in Heinefeld Gas, weist aber eine Verantwortung für Lärmbelästigungen zurück. Foto: bor

Wildeshausen – Es gibt weiter Unklarheiten über die Knalle in Wildeshausen und Umgebung (wir berichteten). Am Dienstag um 15.27 Uhr schreckten erneut Bürger durch ein lautes Geräusch auf. Diesmal war es aber wohl ein Überschallflugzeug.

Eine weitere mögliche Erklärung für die Knalle am Wochenende hat sich seit Dienstag zerschlagen. Sowohl das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover als auch der Energieversorger ExxonMobil sehen keinen Zusammenhang mit der Gasförderung in der Region.

„Ganz schlimm war es vor sechs Monaten“

Eine Leserin unserer Zeitung schrieb: „Ich bin zu 99 Prozent sicher, dass es davon kommt. Diverse Risse in einigen Häusern nach diesen Knallen in und um Glane (Wiekau) sind auch bekannt. Ganz schlimm war es vor sechs Monaten, als die Bohrstelle in Glane bearbeitet wurde.“ ExxonMobil-Sprecher Klaus Torp wies das zurück: „Es gab in den vergangenen drei Jahren weder seismischen Ereignisse noch Beschwerden wegen der Erdgasförderung“, erklärte er auf Nachfrage unserer Zeitung.

Eine andere Leserin aus Aumühle ist sich sicher: „Es waren bestimmt Polenböller, die viele illegal herholen. Die Bundeswehr würde ich aber auch nicht ausschließen. Es gibt bei dem Geschwader in Wittmund eine Alarmrotte, die in bestimmten Situationen ausrückt, und die Bundeswehr gibt nicht immer alles preis.“

Bislang fehlt eine plausible Erklärung

Wie berichtet, hatte es am Freitag gegen Mitternacht und kurz darauf noch zweimal so laut geknallt, dass viele Menschen vor Schreck aufwachten und sich fragten, was das denn wohl gewesen sein könnte. Einige Leser vermuteten, es handele sich um Restbestände von China-Böllern, die gezündet wurden, glaubten andere, es seien Jäger bei der Treibjagd gewesen – oder aber militärischer Flugverkehr.

Auffällig war, dass der Knall (oder mehrere) sowohl in Neerstedt als auch in Kleinenkneten, an der Glaner Straße im Wildeshauser Stadtgebiet sowie in Harpstedt gehört wurde.

Bislang lässt sich keine plausible Erklärung für den Lärm finden. Das Militär hat mitgeteilt, dass es im betreffenden Zeitraum keine Flüge gegeben hat. Auch Jäger kommen nicht als Ursache in Betracht.  dr

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