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Leitungen und Fachkräfte wegen Corona am Limit

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Von: Dierk Rohdenburg

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Corona-Tests in Kindergärten: Die Infektionszahlen steigen weiter und damit die Belastung der Erzieher.
Corona-Tests in Kindergärten: Die Infektionszahlen steigen weiter und damit die Belastung der Erzieher. © dpa

Landkreis – Die Verwaltung des Landkreises Oldenburg wirbt um Verständnis für die angespannte Situation bei Leitungen und Fachkräften in Kindertageseinrichtungen und Schulen wegen der coronabedingten Einschränkungen. Derzeit gibt es dort 441 infizierte Kinder und Jugendliche.

Bei allen nachvollziehbaren Nöten der Familien seien es im Spannungsfeld der Erwartungen und angesichts der Infektionszahlen gerade die Beschäftigten, die die Bildungs- und Betreuungsangebote aufrecht erhielten und es nicht verdient hätten, Unmut abzubekommen, heißt es von der Kreisverwaltung. „Wir erleben im Moment Leitungen am Limit des Machbaren, deren Arbeitszeitregelungen außer Kraft sind. Trotzdem wird von ihnen manchmal noch erwartet, dem Tempo der Chat-Gruppen zu entsprechen und rund um die Uhr auf Empfang und eben auch auf Sendung zu sein“, so Landrat Christian Pundt. „Uns allen ist bewusst, dass auch Eltern und Erziehungsberechtigte die andauernde Belastung nicht einfach so wegstecken können. Wir können nur in einem respektvollen Miteinander diese dauernden Belastungen schaffen.“

Neben den Schulen sollen im Interesse der Kinder auch die Tagesstätten offenbleiben. Im Landkreis Oldenburg hat es dazu seit dem 10. Januar Anpassungen des Betriebs gegeben, da von einer erheblichen Steigerung der Infektionszahlen in der Bevölkerung auszugehen war. Das aus den Schulen bekannte „anlassbezogene Intensivtesten“ wird auch in den Kindertagesstätten umgesetzt, sodass bisher Infektionen vor größeren Ausbrüchen entdeckt werden konnten und erst in zwei Einrichtungen im Landkreis Schließungen erfolgen mussten.

Nicht alle Eltern sind mit der Strategie einverstanden

Die dahinter stehende Strategie wird dabei laut Kreisverwaltung von vielen Eltern begrüßt. Andere forderten aber eher, die Gruppen doch zu schließen.

Die Verordnung des Landes setzt vor allem auf die Eigenverantwortung der Bürger, sich von selbst in Absonderung zu begeben, wenn Symptome auftreten, Schnelltests positiv sind oder ein enger Kontakt zu einer infizierten Person bestanden hat. „Natürlich ist auch die schnelle Info an die Kindertagesstätte des Kindes und an unmittelbare Kontaktpersonen wichtig“, heißt es vom Landkreis. Über die Schließung oder die Fortsetzung des Betriebs entscheide dann in Absprache mit dem Träger der Landkreis als Infektionsschutzbehörde – auch dort unter zur Zeit nicht einfachen Bedingungen.

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