Walderlebnispfad umgestaltet

Lehmkuhle Wildeshausen: Wo der Wald zum Erlebnis wird

Die Nabu-Mitglieder haben den Waldlehrpfad in der Lehmkuhle in einen Walderlebnispfad umgestaltet.
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Die Nabu-Mitglieder haben den Waldlehrpfad in der Lehmkuhle in einen Walderlebnispfad umgestaltet.

Der Walderlebnispfad in der Lehmkuhle in Wildeshausen wurde umgestaltet und ist jetzt eine kleine Wanderung wert. Man kann sogar auf einem Dendrophon spielen.

Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen haben den 1,7 Kilometer langen Waldlehrpfad in der Wildeshauser Lehmkuhle zu einem Walderlebnispfad umgestaltet. Am Freitagvormittag präsentierten die Naturschützer, was sich verändert hat.

Die nicht ganz so spannende Neuerung sind 14 Info-Tafeln über den Wald an sich und die Bäume, die dort wachsen. Allerdings gibt es jetzt auch drei Objekte, die durchaus eine kleine Wanderung wert sind. Da wäre zum einen eine alte Buche. Und alt ist in diesem Fall noch eine Untertreibung. Der Baum wurde 1857 gepflanzt. Ein Kaiserreich, eine Republik, eine Diktatur und wiederum eine Republik später wurde der Stamm, der an der Buchenallee in der Gemeinde Großenkneten stand, gefällt.

Der Pestruper Uwe Nolte kaufte die Buche und lagerte sie in seiner Kunstwerkstatt ein. 20 Jahre vergingen. Dann wollte der Nabu den Waldlehrpfad umgestalten und die Buche kam wieder ins Spiel. Eine Scheibe des Stamms, mit Öl behandelt, liegt nun unter Glas in der Lehmkuhle. Nolte hat alle Jahresringe gezählt und markante Ereignisse wie die Weltkriege, die Ernennung Wildeshausens zur Kreisstadt und den Bau des Krandelbades markiert. So entsteht ein Eindruck von der Lebensdauer des Baums.

Von Hainbuche bis Birke: Künstler Uwe Nolte beim „Baum-Quiz“.

Ein paar Meter weiter sind der Tast- und der Geruchssinn gefragt. Und ein gutes Gedächtnis schadet auch nicht. 18 Baumstücke hängen an Drehstangen. Um welche heimische Art es sich handelt, steht allerdings nur auf der Rückseite, sodass Walderlebnispfad-Besucher raten können, ob es sich um eine Kastanie, Espe oder Buche handelt. Die Birke dürfte jeder erkennen, aber die anderen Arten sind durchaus eine Herausforderung.

Wiederum ein paar Meter weiter wird es musikalisch, denn zwischen den Bäumen steht ein Dendrophon, ebenfalls von Nolte gefertigt. Zwei Schlägel hängen an der Seite, mit denen das Xylofon-artige Instrument gespielt werden kann. Für den satten Sound verantwortlich ist aber auch Musiker Kristian Vogelberg, der den Ton der Stäbe abgestimmt hat.

Gefördert wurden alle diese Maßnahmen mit 25 000 Euro durch die Stadt Wildeshausen. Bürgermeister Jens Kuraschinski sprach von einem „absoluten Gewinn“ für die Stadt. Der Nabu plant noch weitere Maßnahmen, unter anderem ein viertes Kunst-Objekt und eine Beschilderung.

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