Jens Fröhlke lädt Freunde in den Wald ein

„Lebenslauf“ endet in der Wiekau

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Jens Fröhlke und Birgit Blocksdorff mit einer Karte des Lebenslaufes durch Deutschland. - Foto:

Wiekau - Von Melissa Lindloge. Vor gut zwei Jahren, am 5. Juni 2015, startete Jens Fröhlke aus Harpstedt seine geldfreie Reise durch ganz Deutschland. unter dem Motto „Mein Lebenslauf“.

Durch neue Bekanntschaften, Freundschaften und Eindrücke bereichert, kehrte der 55-Jährige nach 367 Tagen in seine Heimat zurück. Auch danach dankte er einem gewissen Luxus ab und lebt nun in einem Bauwagen auf einem Waldgrundstück in der Wiekau in Wildeshausen.

Schrittweise versucht Fröhlke, sich aus der „Konsumwelt“ zu lösen und so weit wie möglich ohne Geld zu leben. Um seine Erfahrungen zu teilen, aber auch einfach um Danke zu sagen sowie Anregungen zu geben, lud der Buchhändler für Sonntag zu einer gemütlichen Runde ein.

„Fest geplant ist hier gar nichts“, sagte Fröhlke. „Ich halte noch einen kurzen Vortrag, dann wird Gitarre gespielt, zusammen gegessen und sich einfach ausgetauscht.“

Die rund 50 Gäste kamen aus ganz Deutschland, jedes Alter war vertreten, und sogar einige Hunde tobten sich mit Kindern auf dem Waldstück aus.

Alexandra (52) und Sharis (23) hatten Fröhlke damals über das Internet kennengelernt, als er nach einer Übernachtungsmöglichkeit suchte. Gleich zweimal blieb der Harpstedter bei der Familie in der Nähe von Walsrode – natürlich unentgeltlich. „Er hat bei uns für kurze Zeit wirklich am Familienleben teilgehabt, und wir halten auch weiterhin Kontakt“, erzählten die Frauen.

In gemütlicher Atmosphäre im Wald unterhielten sich die Besucher über Nachhaltigkeit, bewussten Konsum und Umweltschutz. Auch die ehemalige Lebensgefährtin und immer noch Wegbegleiterin von Fröhlke, Birgit Blocksdorff, berichtete von spannenden Gesprächen. „Es sind sogar Bekannte aus München, Nürnberg und Köln da“, erzählte die 50-Jährige. Immer wieder werde die gleiche Frage gestellt: „Woher kennst du Jens?“ Und egal, ob Freunde von seinem Lebenslauf durch Deutschland, Familie oder einfach nur neugierige Nachbarn – viele hatten eine Kleinigkeit für einen weitgehend veganen Brunch mitgebracht.

Trotz des Titels „Lebenslaufabschlussfeier“, den Fröhlke selber für das Ereignis nutzte, soll es keinesfalls ein Abschluss sein. Es ginge jetzt erst richtig los, das Zusammenkommen im Wald in Wildeshausen öffne einen „freien Raum“, betonte er.

Wer Genaueres über den Lebenslauf von Fröhlke erfahren will, kann sich auf seiner Internetseite informieren.

www.mein-lebenslauf.eu

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