Ehrungen im Kreissportbund

Lebenslang fit

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Bürgermeister Jens Kuraschinski (Zweiter von links) und Kreissportbund-Vorsitzender Peter Ache (rechts) gratulierten den Absolventen, die zum 30. Mal das Sportabzeichen gemacht hatten: Ingolf Bahr (links), Dieter Logemann (ab 3. von links), Linda Martens, Gertrud Nordbrock, Inge Otten und Inge Swyter.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. „Eigentlich müsste ich heute beim Training sein“, erklärte Bürgermeister Jens Kuraschinski am Mittwochabend im Reitersaal des Hannoverschen Hofs. Aber er war dann doch lieber zu den Ehrungen des Kreissportbunds (KSB) gekommen, der 62 Landkreisbewohner auszeichnete, die im vergangenen Jahr das Deutsche Sportabzeichen zum zehnten, 15., 20., 25., 30., 35., 40., 45. oder gar zum 55. Mal absolviert hatten.

Die Jubilare nahm sich Kuraschinski zum Vorbild. „Ich habe vergangenes Jahr zum ersten Mal mein Sportabzeichen absolviert. Für mein zweites trainiere ich fleißig.“ Und um diese Worte zu unterstreichen, griff er in die Tasche seines Jacketts, aus der er ein Springseil hervorzauberte. Damit holte er sein ausgefallenes Training zur Freude des Publikums einfach im Anschluss an sein Grußwort nach.

Kuraschinski hatte als Bürgermeister der Kreisstadt die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen und nahm gemeinsam mit dem KSB-Vorsitzenden Peter Ache sowie dem Sportabzeichen-Beauftragten des Landkreises Oldenburg, Ingolf Bahr, die Ehrungen vor. Der KSB hatte für den Abend eigens ein kurzweiliges Programm mit Musik- und Tanzvorführungen auf die Beine gestellt. Für die musikalische Untermalung sorgten Rafael Jung am Piano und Fred Molde am Akkordeon sowie mit Gesang. Etwas zum Staunen gab es bei den Auftritten des Tanzduos aus Tatjana Kasper und Annecke von der Ecken vom SC Wildeshausen. Die amtierenden Landesmeisterinnen zeigten bewegende Choreografien mit akrobatischem Tanz.

Bahr ließ während der Veranstaltung das Jahr Revue passieren. 2 764 Absolventen erhielten 2015 im Landkreis die Urkunde. Das seien 47 weniger als im Vorjahr. Darunter seien 1 395 Schüler aus 28 Schulen, 1 200 Teilnehmer aus 22 Vereinen, 38 Bundeswehrsoldaten, 15 Feuerwehrleute und 13 Mitarbeiter aus der Delmewerkstatt für Menschen mit Behinderungen.

Im Landesvergleich im Mittelfeld

Im niedersachsenweiten Vergleich bewege sich der KSB mit der Zahl der Absolventen im guten Mittelfeld. „Dort halten wir uns schon seit Jahren auf. Eine Steigerung nach oben ist aber möglich“, meinte Bahr. 21 Landkreisbewohner absolvierten das Sportabzeichen zum zehnten Mal, zehn zum 15. Mal, neun zum 20., jeweils sieben zum 25. und 30., einer zum 35., jeweils drei zum 40. und 45. sowie einer zum 55. Mal. Das Familien-Sportabzeichen erhielten 63 Familien mit 216 Angehörigen.

Drei Schulen aus dem Landkreis gehören sogar zu den Siegerschulen im niedersachsenweiten Sportabzeichen-Schulwettbewerb: die Grundschule Hude, die Grundschule Lange Straße aus Ganderkesee sowie die Schule Vielstedter Straße in Hude. „Bei den weiterführenden Schulen gibt es allerdings oft Nachholbedarf“, sagte Bahr.

Geehrt wurden auch noch die langjährigen Prüfer Reiner Briese vom Harpstedter Turnerbund (30 Jahre), Marion Schulze vom Wardenburger Turnverein (20 Jahre) und Walter Löhlein vom Turnverein Neerstedt (20 Jahre). „Sie stehen bei jedem Wetter zweimal in der Woche auf dem Sportplatz und hoffen darauf, dass es jemanden zu prüfen gibt“, lobte Bahr ihr Engagement.

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